Über den Caravansalon in D’dorf  sind  ja an dieser Stelle schon einige Worte gefallen.

Wer Lust und Interesse an den Bildern des diesjährigen Herbstfestes in Pulheim hat, schmökert mal auf der Firmenwebseite von Reisemobile Berens.

Elke am 27. August 2016

Wir haben das Privileg, schon am Fachbesuchertag hier zu sein und nutzen diesmal das Caravan-Center, den größten Wohnmobil-Stellplatz nördlich der Alpen. 800 Stromplätze oder so …

Caravansalon 2016 Düsseldorf

Tropische Nächte

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Nachdem uns ein blütenreiches und schnuckliges Colmar im Elsaß mit seinem gelungenen Stellplatz ein schönes Wochenende beschert hatte, merkten wir, daß gar nicht so viele Tage auf der Route des Crêtes übrig blieben, deshalb haben wir uns den Rest von der Weinstraße geknickt und sind via Cernay im Süden direkt in diese beliebte Panoramastrecke eingestiegen. Die meisten Beschreibungen fangen im Norden an, aber wir schlängelten uns von unten rauf, um dann nach Norden wieder in Richtung Heimat zu fahren. Wir stellen uns auf zahlreiche Radler und die üblichen lebensmüden Motorradfahrer ein, die uns in den Kurven mit dem Kopf auf Stoßstangenhöhe auf unserer Straßenseite liegend entgegenkommen.

Hartmanswillerkopf Infotafel

Das mit den Handgranaten ist ernstgemeint. Nicht mehr ganz so schnucklige Seite des Elsass

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Pösslchens Motor ist fitter denn je – danke an den begabten jungen Motorenbauer bei Reifendienst West/Vetys in Ehrenfeld (der ein ganz klein wenig stolz auf seine Arbeit war und auch sein darf).  Er schnurrt unter 3000 Umdrehungen (wir fahren noch ein) und zieht mit 2500 ganz entspannt mit über 110 den Berg rauf. Wir knapsen uns die letzte Augustwoche noch als nachgeholten Sommerurlaub ab, um dann um so entspannter auf den Caravan Salon durchzufahren.

Freitag Abend nach der Arbeit bewährt sich so langsam für die Abreise, so daß wir gegen 21 Uhr wieder in Perl an der Mosel stehen, am Dreiländereck Luxembourg – Frankreich – Deutschland, so daß man zeitweise nicht weiß, wo man grade ist. Am besten erkennt man es natürlich an den Spritpreisen. Wir tanken für 92,4 Cent Diesel voll und schlafen im Saarland. Morgens geht es dann ganz entspannt Richtung Colmar, noch ca. 2,5 Std. nur. Eigentlich alles keine Entfernung, obwohl das noch südlich von Straßbourg liegt. Von hier aus wollen wir nach einem kleinen Kulturtrip in die Vogesen starten. Den ganzen Beitrag lesen »

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Prolog

Es gibt ja diese Blogs, die sich zunächst immer entschuldigen müssen, dass sie so lange nichts geschrieben haben. Das machen wir nicht, weil wir eine Geschichte zu erzählen haben, die erst heute zu einem guten Ende gekommen ist – vorher war uns einfach nicht danach, denn wir gingen auf dem Zahnfleisch. Aber der Reihe nach …

Trotz beinahe sieben Jahren Kastenwagenerfahrung und vier mit dem eigenen Pösslchen fühlen wir uns in vielerlei Hinsicht immer noch als Anfänger. Sollen wir den anstrengenden, aber landschaftlich superschönen Splügen-Pass fahren oder doch lieber durch den Tunnel?  Verdammt, warum hat uns keiner gesagt, dass die letzte Tanke in Konstanz vor der Schweizer Grenze fast 20 Cent mehr den Liter nimmt als 10 Kilometer vorher? Dennoch können wir uns inzwischen ein Leben ohne unser Pösslchen nicht mehr vorstellen.

Leider mussten wir uns das Anfang Juli hinter Bergamo nicht nur vorstellen. Nach einer tollen Passfahrt und drei Konferenztagen am Comer See sollte die Reise durch Norditalien losgehen, angefangen mit dem Lago d’Iseo, wo die Christo-Installation „Floating Piers“ für drei Wochen die kunstinteressierten Massen hinzog. Platz in Sulzano war in weiser Voraussicht Wochen vorher reserviert und angezahlt worden. Das Tagesziel lag nur rund 130 Kilometer entfernt. 100 davon hatten wir geschafft, als plötzlich – zum Glück hinter dem langen Tunnel – schwarzer Rauch aus dem Auspuff quoll, den Ray zum Glück sofort sah und die nächste Nothaltebucht ansteuerte. Erster Anruf: Jo, zweiter Anruf: Schutzbriefhotline für den Abschleppdienst. Der Asphalt dampfte in der Mittagssonne, und wir gammelten eine Stunde vor uns hin, bis Pösslchen huckepack genommen wurde.

Wohnmobil abschleppen Italien

Noch haben wir Hoffnung.

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Jo am 30. Juli 2016
marc-nowak

in dieser Pose haben wir ihn oft gesehen: immer in Front, aber auch wohl aufgehoben inmitten seiner Truppe

Heute werden sich wieder viele Menschen  an Marc erinnern.

Zwei Jahre ist es nun her, dass er völlig überraschend in seiner zweiten Heimat auf Elba verstarb.

Er ist kein Mensch, der in Vergessenheit geraten könnte.
Die Zeit mildert wohl  immer mehr die Trauer und man kann auch ohne Tränen in den Augen seiner gedenken, in Erinnerung sogar lachen oder schmunzeln.

Heute aber, bei diesen Zeilen, schnürt es mir mal wieder die Kehle zusammen.

Jo am 17. Juni 2016

Ich hatte bisher geglaubt Airstream baut nur ufo-ähnliche Wohnwagen. Irgendwie freu ich mich jedes Jahr darauf die Dinger auf der Caravanmesse in D’dorf wiederzusehen.
Ich habe mich wohl geirrt!
Letztens auf dem Weg zu meiner Werkstatt stand jenes beeindruckende WoMo von Airstream am Straßenrand.
Da mußte ich natürlich zurücksetzen und ein paar Bilder machen.

Airstream Wohnmobil

mal recherchieren wie alt das Schätzchen wohl ist

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Na, schon die Urlaubsplanung für 2016 abgeschlossen oder ist noch eine Woche für was anderes drin? Ich bin hin- und hergerissen, ob ich nicht  die Wanderreise für Genießer nach Südfrankreich im Oktober mitmachen soll. Unser guter alter  Freund Harald aus dem Bergischen Land packt seine langjährige Wander- und Frankreich-Erfahrung in seinen Rucksack und organisiert eine kleine Gruppentour im Languedoc. Anders als bei unserer Provence-Tour letzten Sommer, wo wir uns mit Wandern wegen der Hitze etwas schwergetan hatten, sollte der Oktober in Südfrankreich genau richtig sein. Und das Tourenprogramm macht sehr neugierig.

wanderreise frankreich languedoc provence

Wandertour entlang dem Gardon

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Elke am 8. Mai 2016
Drachenfels, Drachenburg und Nonnenwerth

Drachenfels, Drachenburg und Nonnenwerth

Das lange Sonnen-Wochenende von Christi Himmelfahrt startete für uns etwas ungewohnt: Freitag stand die Hochzeitsfeier einer mir nahestehenden Person in Bonn auf dem Plan, so daß das eigentliche Womo-Wochenende erst Freitagnachmittag losgehen sollte. Aber wir natürlich nicht doof, überlegen uns einen genialen Plan: Der Womo-Stellplatz Rheinaue in Bonn liegt in der Nähe der Feierlocation, also übernachten wir von Donnerstag auf Freitag dort, lassen uns aufgebrezelt mit dem Taxi zum Standesamt kutschieren, von dort mitnehmen und nach der Feier steht Pösslchen wieder um die Ecke. Superplan. Nicht berücksichtigt: Samstag ist Rhein in Flammen, so daß schon ab Donnerstag die ganze Bonner Rheinaue des Wahnsinns fette Beute ist – inklusive komplett gesperrtem Stellplatz. Und auf den übriggebliebenen Parkplätzen ist natürlich explizit das Übernachten verboten.

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Elke am 28. März 2016

Vom Wohnmobilstellplatz Pernis, das wir uns als Basisstation ausgesucht hatten, radelten wir Karsamstag zunächst auf besonderen Wunsch einer einzelnen Dame zum Shoppen nach Vlaardingen. Der Tunnel unter der Nieuwe Maas, dessen Fahrrebene man mit einem Lift erreicht, hat eine abgetrennte Fahrradspur, deren Wand auf 900 Metern mit einem Gedicht von Jules Deelder, dem Nachtbürgermeister von Rotterdam beschriftet ist. Das Gemeine an dem Tunnel: man fährt ganz fasziniert an dem Gedicht entlang, erstaunt, wie stark einem der Wind plötzlich ins Gesicht weht – und dann muß man auf einmal dermaßen in die Pedale treten, weil es stark bergauf geht. Das Ganze ist optisch völlig unsichtbar, weil die Wände parallel zur Fahrbahn gekachelt sind und man keine Referenzpunkte für die Steigung hat.

rotterdam-pernis-maastunnel-fahrrad-1

Schönes Gedicht: Lieve Ari, Wees niet bang, De wereld is rond en dat istie al lang. De mensen zijn goed, De mensen zijn slecht, Maar ze gaan allen dezelfde weg. Hoe langer je leeft hoe korter het duurt. Je komt uit het water en gaat door het vuur. Daarom lieve Ari, Wees niet bang. De wereld draait rond en dat doettie nog lang.

Wir waren völlig aus der Puste und kamen uns ziemlich blöd vor, aber als wir dann einen Tag später durch den Autotunnel fuhren, wurde die starke Steigung deutlich.

Vlaardingen ist eine kleine holländische Bilderbuchstadt.

Vlaardingen ist eine kleine holländische Bilderbuchstadt.

Vlaardingen, schräg gegenüber Pernis am anderen Ufer, ist die schnucklige niederländische Musterstadt mit kleinem Yachthafen und perfekt zum Shoppen geeignet. Im Sommer sicher wunderbar zum Draußensitzen und Flanieren. Aber wir wollten ja noch nach Rotterdam, das machten wir dann von Pernis aus mit der Metro.

Das Zentrum Rotterdams ist – gründlicher deutscher Bombardierung 1940 zufolge – beinahe ausschließlich mit moderner Nachkriegsarchitektur ausgestattet. Eines der jüngeren Gebäude ist die gigantische Markthalle, die erste überhaupt in der ganzen Niederlande!

Geniales Foto der Markthalle von Franklin Heijnen (CC-BY-SA 2.0)

Außen herum sind Wohnungen, innen – etwa in der Größe eines Flugzeughangars – die Halle mit einem riesigen Obst- und Gemüse-Gemälde  ausgestattet. Einige Fenster der Wohnungen gehen zur Markthalle hin. Großartig! Leckerlis an der Decke und am Boden:

Um unsere Kasse zu schonen, beherrschten wir uns nach einem kurzen Gang über den Markt und gönnten uns noch eine kleine Fahrt mit dem Riesenrad, bevor wir Richtung Hafen spazierten, wo Ray seine langersehnte Hafenrundfahrt bekam. Und ich mich mit Hochhausdetails und Containern austoben konnte 😉

Fazit: Hier gibt es wirklich einiges zu sehen, nicht nur zum „Schepen kijken“ sondern auch für Freunde moderner Architektur. Morgen geht’s dann nach Den Haag weiter.

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