Ein Beitrag von Irmgard u Hajo Schauff
Wir hatten keine Lust auf Schnee und Eis und buchten kurzfristig eine Gruppenreise bei Perestroika.
Wir wollten 3 Monate in Tunesien überwintern.
15.12. fuhren wir in unserem für 3 Monate bepackten Wohnmobil los und verpassten das Schneechaos rund um Köln gerade um einen Tag. Treffen mit der Reiseleitung Birgit und Dieter Schmieder und den anderen Gruppenmitgliedern auf einem Campingplatz in Genua. Bei strahlendem Sonnenschein und ruhiger See ging es auf der Fähre los in Richtung Afrika. Man beschnupperte sich und es war schnell klar: Eine Super-Gruppe!
19.12. Ankunft in Tunis, die Zollformalitäten waren stressig und langwierig. Gut, dass wir unseren Reiseleiter dabei hatten. Unser erster Übernachtungsplatz war auf einem bewachten Parkplatz mitten in Tunis. Wir spazieren auf der großzügig angelegten Avenue Habib Bourgouiba entlang und wundern uns über die moderne Stadt. Hier gibt es moderne Geschäfte, Büros, Banken, Hotels. Am Ende der Prachtstraße, am Bab el Bhar, dem alten Stadttor, endet das moderne Zeitalter. Hier geht es in die Medina, in ihr liegen die Souks mit schmalen, teils gedeckten Händler-, Handwerker- und Marktgassen. Nicht eine der Gassen ist geradlinig, alle verlaufen in chaotischem Zickzack. Am besten lässt man sich einfach treiben, verlaufen ist sowieso vorprogrammiert. Die fantasievolle Gestaltung der Türen, Torbögen, Portale ist interessant. Die Händler identifizieren uns prompt als Deutsche und bieten uns auf deutsch ihre Produkte an. Aber auf mehrmalige Absage können wir uns dem Kaufen entziehen. Es ist unser erstes Eintauchen in die arabische Welt, wir schnuppern in vollen Zügen arabische Athmosphäre. Die Düfte faszinieren uns, in der Straße der Parfümhändler, aus den Garküchen und Imbissständen, bei den Gewürzhändlern. Von einer Aussichtsterrasse bewundern wir Gassen, Minarette und Moscheen der Hauptstadt. Der Thé á la menthe mit Pinienkernen schmeckt vorzüglich. Wir besuchen die große Moschee, Nichtmuslimen ist nur der Zugang zum Innenhof gestattet. Bei geöffneter Tür ergattern wir aber einen Blick in den 15 schiffigen Gebetssaal und den antiken Säulen. Tunis gefällt uns sehr gut. Alt und trotzdem modern, voll orientalischem Charme und Pariser Chic. Leider fehlte die Zeit für das sehr sehenswerte Bardo-Nationalmuseum.

Weihnachten und Silvester 2010/2011 in Tunesien

Weihnachten und Silvester 2010/2011 in Tunesien
21. 12. Auf dem Weg in den Süden besuchen wir die römische Ausgrabungsstätte Thurburbo Majus, eine der wichtigsten Ausgrabungsstätten Tunesiens. Die sehenswerten Baureste stammen alle aus dem 2. und 3. Jh., der Blütezeit dieser “Colonia Aurelia Commoda”.22.12. Wir übernachten auf einem Hotelparkplatz in Kairouan. Die Stadt ist eine Gründung der Araber und heute der bedeutendste islamische Wallfahrtsort in Tunesien. Sie ist mit der malerischen Altstadt und ihren nach Zünften geordneten Märkten, mit ihren Moscheen auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes.
Unser örtlicher Führer zeigt uns die Große Moschee, die älteste und größte des Landes, die Barbiermoschee mit herrlichen Fayencen, die malerische Altstadt mit vielen interessanten Handwerkern, die Aghlabidenbecken. Außerhalb der Saison gibt es hier wenig Pilger oder Touristen, wir genießen das relativ leere Gassengewirr der Altstadt.

Weihnachten und Silvester 2010/2011 in Tunesien
23.12. Weiter nach Süden über Gabes, Paprikastraße, Olivenbäume kilometerweit. Wir erfahren, dass Tunesien der größte Olivenölliferant der Welt ist. Die Straßen sind meist relativ gut ausgebaut mit wenig Verkehr. Aufpassen müssen wir auf die vielen Mopeds, beladenen Esel mit riesigen Heu- oder Gemüsebergen.
Das Wetter ist jetzt im Dezember kalt, aber immer sonnig. Noch braucht man eine warme Jacke.
24.12. In Douz übernachten wir für mehrere Tage auf einem einfachen Campingplatz, einem der wenigen in Tunesien. Hier stehen viele deutsche, italienische und französische Offroader, die Wüstentouren unternehmen. Douz ist das “Tor zur Sahara”, eine kleine Bilderbuchoase aus großen Palmenhainen, einer netten Altstadt, arkadengesäumtem Marktplatz und ausgedehnten Dünenfeldern in der Umgebung. Am Hl. Abend haben wir ein gemeinsames Essen in der Campingkneipe, sehr lecker und in guter Stimmung. Wir entdecken Harissa, eine scharfe Paprikapaste. Lecker!
Das Sahara- Festival hat schon begonnen. Auf dem Marktplatz gibt es ein Spektakel, Folkloregruppen aus den verschiedenen Ländern Nordafrikas, Berber- und Nomadenstämme nehmen an den Wettkämpfen teil, Musik- und Tanzgruppen, Pferde, Kamele… Super interessant. Es herrscht eine außergewöhnliche Stimmung und ausgelassene Freude und Begeisterung. Die Verständigung geht gut in französisch, gelegentlich wird auch ein wenig deutsch gesprochen.

Weihnachten und Silvester 2010/2011 in Tunesien
25.12. Sonnig und kalt. Wir fahren mit dem Bus zum Saharator, zum Saharafestival. Von unseren sehr guten Plätzen verfolgen wir die Supershow: Dromedar-Marathon, Reiterspiele, Schlangenbeschwörer, Hundejagd, Pferdeshow… Das Saharafestival ist bunt und lebendig und gefällt uns sehr gut. Hier treffen sich Gäste aus allen Ländern.
Am Abend gibt es Glühwein auf unserem Campingplatz.

Weihnachten und Silvester 2010/2011 in Tunesien

Weihnachten und Silvester 2010/2011 in Tunesien
26.12. Freier Tag. Bummeln in Douz, Markt, mittlerweile haben wir uns an die arabische Athmosphäre mit ihrer
Lautstärke gewöhnt und fühlen uns sicher und wohl. Die Tunesier sind ausgesprochen gastfreundlich und herzlich. Der arkadengesäumte Marktplatz mit interessanten Geschäften – Teppiche, Schmuck, Kleidung…- lädt zum Bummeln und Kaufen ein. Info Schmieder für weitere Reise in Eigenregie, sie geben uns Übernachtungsplätze an, teilweise sogar mit Koordinaten. Abends gibt es Reibekuchen von Willemina für alle. Lecker!
27.12. Sonnig und kalt. Jeepausflug in die Wüste zur Ksar Ghilane, mit heißer Quelle. Wir fahren über
endlose Sanddünen. Ein wunderbares Wüstenerlebnis. So haben wir uns die Wüste nicht vorgestellt. Sand ohne Ende. Immer andere Farben. Im Wüstencamp im Berberdorf erwartet uns ein leckeres Mittagessen.
28.12. Einkaufsbummel in Douz, 2 Teppiche gekauft. Das Handeln über den Preis ist für uns noch ungewohnt,
muss aber sein und macht mittlerweile auch Spaß. Man verhandelt, redet über kranke Omas und Opas, mindestens 10 Kinder, die Geld kosten, und amüsiert sich dabei.
Mittags geht es zur Kamelstation, auf den Dromedaren reiten wir durch die Wüste. Einmaliges Erlebnis.
29.12. Freier Tag. Einkaufsbummel durch Douz. Abends gemeinsames Grillen.
30.12. Der größte Viehmarkt in Tunesien findet jeden Donnerstag statt. Schafe, Ziegen, Esel, Pferde, Kaninchen… Unglaublich toll, es ist gigantisch, was alles angeboten wird. Ein lautes, rastloses Treiben, das uns begeistert. Es gibt alles zu kaufen: Kleidung, Schuhe, Plastik, Obst, Gemüse, Gewürze …

Weihnachten und Silvester 2010/2011 in Tunesien

Weihnachten und Silvester 2010/2011 in Tunesien
31.12. Abfahrt über den Salzsee Chott El Jerid, mit seinen 5000 qkm der größte Nordafrikas, wird aus den nördl.
Bergen gespeist, durch extrem hohe Temperaturen bis 50 Grad verdunstet das Wasser und Salze kristallisieren zu
einer trockenen Kruste. Im Sommer trocknet der Chott fast völlig aus. Einige Fotostops, gigantisch. Wunderschöne Salzrosen werden angeboten. Seit den achtziger Jahren ermöglicht eine asphaltierte Dammstraße eine sichere Überquerung.

Weihnachten und Silvester 2010/2011 in Tunesien
1.01. Übernachtung auf seinem Stellplatz in Tozeur. Silvesterfeier im Hotel Oasis Band tunesisch, Bauchtänzerin, lauteste Silvester unseres Lebens.
Mit Kutschen fahren wir durch die Oase und bewundern das ausgeklügelte Bewässerungssystem und den Anbau in 3 Etagen. Oben: Datteln, Mitte: Obst, Unten:Gemüse. Interessante Führung. Die frischen Datteln sind lecker. Die Altstadt mit verwinkelten Gassen und überdachten Tunnelbogen, für diese Gegend charakteristische Lehmziegelarchitektur, schön! Leider entstehen hier in den Außenbezirken immer mehr Hotels, Golfplätze, … und das kostbare Wasser wird immer knapper.
Abendessen im Restaurant der gehobeneren Klasse mit Karin und Andi sehr lecker. Wie kein anderer Ort Tunesiens gilt Tozeur als Paradebeispiel für eine klassische Sahara-Oase. Wir lassen uns treiben durch höhlengleiche Gänge, Torbögen und malerische Innenhöfe.
02.01. Fahrt mit Lezard Rouge zur Seldja-Schlucht. Die “rote Eidechse” ist ein historischer Wagen, fährt 16 km durch engstehende Felswände und mit Palmen bewachsene Täler, 2 mal Halt für Fotostop, gigantisch!
Abends Verabschiedungsrede Hajo auf Kölsch und Ende der Gemeinschaftstour. Das Abschiedsessen war ein super Buffett im Dar Cherait Hotel.
03.01. Es wird immer wärmer. Einige Womos mussten nach Hause, wir jedoch wollten noch Tunesien erkunden. Wir buchten mit Axel und Margit eine Fahrt zu den abgelegenen Bergoasen an der algerischen Grenze, mit einem Offroader. Midés, die schönste der drei Bergoasen, Alt Chebika, wurde von einer Flut 1969 zerstört, an der algerischen Grenze gelegen, grandios ! Wanderung durch schmale Schlucht mit Wasserfall und bergan zum Aussichtspunkt, grandios! Serpentinen hoch nach Temerza, toller Blick von der Terrassse Hotel Tamerza Palace auf die Ruinen der Altstadt, Palmenhaine und erdfarbene Berge im Hintergrund. Eine tolle Tour!
04.01. Wegen Getriebeschaden bei Robert und Roswitha sind wir noch eine Nacht geblieben, gewaschen, geputzt, gesonnt. Das Dar Cherait -Museum in Tozeur ist sehr schön, wertvolle Exponate, schöner Innenhof, lohnenswert.
05.01.Weiterfahrt alleine, über Salzsee, phantastisch, Fata Morgana erlebt, nach Matmata, Wüstenstraße zunächst eintönig, dann bombastisch, Steinwüste mit Kratern, kleinen Feldern, Höhlenwohnungen. Stellplatz auf Camp. Amor 5 km vor Matmata, kleines Museum besichtigt, Abendessen gut mit Willemina und Reinhard. Schöner Übernachtungsplatz mit Strom, toller Rundumblick auf die Berge. Abends imposanter Sternenhimmel. Mittlerweile haben wir uns gut in die arabische Welt eingelebt, erleben viel Freundlichkeit und Gastfreundschaft und Herzlichkeit. Wir haben keine Probleme mehr, mit dem Wohnmobil alleine zu fahren und zu übernachten.

Weihnachten und Silvester 2010/2011 in Tunesien
06.01. Wir haben von dem Campbesitzer eine Sandrose geschenkt bekommen, mit Womo weiter nach Matmata, Führer auf deutsch durch Höhlenwohnungen ganz toll, Hotel Driss, wo Star Wars gedreht wurde, Ruinen und bewohnte Höhlenwohnung, Museum. Hier leben immer noch Tunesier im Untergrund, in ihren Höhlenwohnungen, weil sie ihre traditionelle Wohnform nicht aufgeben wollen. Zurück zum C Amor, haben noch Kräuter geschenkt bekommen.
07.01.0 Strecke von Matmata nach Matameur, sieht aus wie Vulkanlandschaft, Krater, in Oasen Feldanbau, Datteln und Oliven. RC 104 Touiane Berberdorf, toll im Berg gelegen, bergrunter nach Matameur, Stellplatz im Ksar Speicherburg im Innenhof, alleine, Muazzin hat lange und laut gepredigt. Tee zum Willkommen.
08.01. Über Medenine nach Tataouine, Straße Nr. 19, Steppe. Stellplatz Hotel Mabruk. Hier kann man gut in der Gartenanlage stehen und die Wäsche waschen lassen. Von hier bieten sich schöne Rundreisen an.
Chinini im zerklüfteten Dahar-Gebirge schmiegt sich an die Felsen, mit einem sehr freundlichen deutsch sprechenden Führer erkunden wir das alte Berberdorf, dürfen auch in noch bewohnte Wohnung, alte Ölmühle mit Kamelbetrieb, wunderbar!
09.01. Ksaar Ouled Debbab, eine der größten Ghorfa-Anlagen, renoviert und mit sehr sehenswertem Museum, ein Hotel ist im Entstehen. Speicherburgen sind in langen Reihen angelegt, in mehreren Stockwerken übereinander um einen Innenhof gruppiert. Sie dienten als Erntespeicher und bei Gefahr als Fluchtort ganzer Dörfer.
Weiter nach Douirat, das sich malerisch an den Felsen schmiegt.
10.01. Rundreise mit dem Womo durch tolle Bergwüste, Douirat, malerisch, Ksar Ouled Soltane, wunderbar,keine Touristen, nur wir, Ksar Zahara, authentisch und ursprünglich, 2 Gruppen von alten Männern spielten Steinspiele auf dem Boden. Auf dem Land kommen wir mit unserem Französisch nicht mehr weiter. Wir verständigen uns mit Gesten, Händen und Füßen. Es klappt. Wir erfahren ausgesprochen große Gastfreundschaft.

Weihnachten und Silvester 2010/2011 in Tunesien

Weihnachten und Silvester 2010/2011 in Tunesien
11.01. Bergstrecke über Ghomrassen und Guermessa, die eingebettet in die kahle, rotbraune Felswüste des Dahar-Gebirges liegen. Beni Kheddacke spektakulär, Serpentinen, tolle Ausblicke, Steigungen, Steinwüste.
Über Mederine Richtung Zarzis auf die Insel Djerba. Hier stehen wir auf dem Platz eines Jugendzentrums direkt am feinsandigen Strand, wunderschön! Sanitäranlagen sind allerdings schrecklich. Das Wetter ist hier besonders warm.
13.01. Fahrt über Djerba. Am Meer unzählige Hotelburgen an feinsandigen Stränden, die im Winter geschlossen sind. Im Landesinneren ist es wohltuend ländlich, keine Touristen. Wir fahren an Getreidefeldern, Olivenplantagen, Palmenhainen und Obstbäumen vorbei. Medoun ist ursprünglich, El Mey Synagoge mit Polizeikontrollen, Museum Guellala hervorragend, architektonisch sehr schön, Pavillons mit versch. Themen, Geschäfte leider geschlossen, Fischessen mit Fischsuppe und gegrilltem Fisch hervorragend.
Am 9.01. erreichen uns die Nachrichten über die Demonstrationen. Am 09. gab es in Kasserine Tote, am 10. sehen wir im Fernsehen, dass die Demonstrationen gegen die Politik von Ben Ali auch Tunis erreicht haben. Am 13. kam die gute Nachricht, dass Ben Ali abgetreten sei. Am 14. kam es an vielen Orten zu Ausschreitungen mit Schießereien. Durch Handygespräche mit unseren Mitreisenden erfuhren wir, dass sie mitten in die Schießereien geraten waren, im Hafen von Tunis, in Sioux und Hammamet. Wir hatten Angst, erfuhren, dass der Hafen Tunis geschlossen sei und riefen die Deutsche Botschaft an. Diese hatte am Wochenende geschlossen, nur das Band lief. Am Montag erreichten wir die Botschaft. Diese fühlte sich nur zuständig für die Pauschaltouristen, diese wurden alle ausgeflogen. Ob der Hafen wieder offen sei und Fähren fuhren, wussten sie nicht. Ihr Rat: Wir sollen uns an die Ausgangssperre halten und unterwegs die Militär- und Polizeikontrollen respektvoll behandeln!! Für uns war klar: Auf Djerba wollten wir bleiben, bis wir ein sicheres Rückfahrticket hatten. Perestroika, unsere Reisegesellschaft, die eigentlich nach unserer Reise nicht mehr zuständig war, buchte unsere Rück-Tickets um.
Bis dahin fühlten wir uns auf Djerba sicher, hier war es ruhig, wir genossen noch einige Tage am Strand bei Sonnenschein. Wir machten mit Willemina und Reinhard eine Kutschfahrt über die Insel, über Sandwege, Berberdorf, Blaue Lagune, wunderschön. Wir backten Pfannkuchen am Strand. Eigentlich hätten wir die Sonnen- und Strandtage genießen können, wenn unsere Familie und Freunde aus Deutschland uns nicht ständig über Handy gedrängt hätten, nach Hause zu kommen.
18.01. Abfahrt von Djerba über den Damm, die Fähre ist eingestellt. Auf der Strecke Richtung Norden werden wir oft von Polizei- und Militärkontrollen angehalten. Alles läuft überaus freundlich ab. Wir sehen viele Panzer und ausgebrannte Häuser. Am Nachmittag erreichen wir ohne Zwischenfälle den Camp Hammamet. Hier übernachten wir als einzige Gäste 2 Nächte. Vor dem Tor herrscht normales geschäftiges Treiben, ab 18.00 Uhr ist immer noch Ausgangssperre und Totenstille.
19.01. Wir fahren mit dem Taxi nach Hammamet. Das zerstörte Haus von Ben Ali ist mittlerweile eine Pilgerstätte. Familien mit Kindern, alte Leute… wandern hierhin. In Hammamet ist die Medina geschlossen. Wir wandern als einzige Touristen herum. Oft werden wir von den Tunesiern angesprochen, wir sollen zu Hause doch gut über Tunesien sprechen. Sie hatten berechtigterweise Angst vor einer Touristeneinbuße. Schöner Spaziergang an Promenade am Meer entlang.
20.01. Fahrt zum Hafen, Fähre nach Genua. Wir sind froh, dass wir aus diesem unsicheren Land ausreisen können, bedauern aber, dass wir den Norden mit seinen vielen Sehenswürdigkeiten nicht kennenlernen konnten.
Wir hatten noch viel geplant.
Wir werden die politische Lage sehr genau beobachten und wenn möglich gerne wieder nach Tunesien fahren.
Die 5 Wochen, die wir hier verbringen durften, haben wir sehr genossen.
Irmgard und Hajo
Ein Beitrag von Irmgard u Hajo Schauff
Die Vorbereitungen dauerten monatelang: Infoveranstaltung bei Perestroika mit vielen guten Infos und Tipps. Beratungen zu Funk, Devisen, technischer Ausrüstung, Dokumenten, medizinischen Vorbereitungen. Beratungen mit ADAC, Autoversicherungen, Krankenversicherungen, Autowerkstatt, Ersatzteilbeschaffung, Notfallausrüstung, Vorkochen für die Tiefkühltruhe…
Am 19. Mai fuhren wir los. Wer wollte, konnte sich vorher mit anderen Teilnehmern verabreden und gemeinsam fahren. Treffen mit der Gruppe und Kennenlernen von Valery, unserem weißrussischen Reiseleiter und Aiden, seinem Begleiter, war am 22.05. in Przeworsk in Polen mit einem gemeinsamen Abendessen. Gemeinsam ging es über die Grenze Ukraine. Hier lernten wir die zeitaufwändigen Grenzformalitäten kennen, die wir später noch öfter absolvieren mussten: Schnitzeljagd mit Laufzettel, mehrere Stempel an verschiedenen Stationen abholen, nie Probleme, Reiseleiter war immer präsent, füllte für uns teilw. die Formulare aus, dauerte aber immer mehrere Stunden.
Unsere erste Station war Lemberg mit Stadtbesichtigung. Hat uns sehr gut gefallen. Die Altstadt befindet sich auf
der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes. Danach kam Kiew, Hauptstadt der Ukraine, eine wunderschöne Stadt. Wie
immer auf der ganzen Reise waren die Besichtigungen organisiert, wir wurden von einem Bus am Stellplatz abgeholt
und die Führungen wurden von deutschsprechenden lokalen Reiseleitern durchgeführt.
Über die Millionenstadt Charkov mit Besichtigung ging es zur russischen Grenze. Auch hier wieder die üblichen zeitaufwändigen Grenzformalitäten.
Wolgograd war die nächste Station, wo wir 3 Tage verbrachten. Als Verkehrsknotenpunkt und Industriezentrum ist W. das administrative und wirtschaftliche Zentrum der unteren Wolga. Die Stadt wurde im 2. Weltkrieg fast völlig zerstört und bleibt allen durch die „Kesselschlacht von Stalingrad“ mit fast 250.000 deutschen gefangenen Soldaten in Erinnerung.

Perestroika Tours Mai 2010 – August 2010

Perestroika Tours Mai 2010 – August 2010
Natürlich wurden die Gedenkstelle und der deutsche Soldatenfriedhof besucht, alle waren betroffen und ergriffen.
Insgeheim hatten wir gerade in dieser Stadt evtl. deutschfeindliche Reaktionen befürchtet. Diese haben wir hier und auf
der ganzen Reise niemals erlebt. Im Gegenteil erfuhren wir noch nie so viel Freundlichkeit und Herzlichkeit wie auf dieser Reise. Immerzu winkten, hupten uns entgegenkommende und überholende Fahrzeuge an und zeigten uns freundlich den Daumen. Oft wurden wir in unseren Pausen oder auf unseren nächtlichen Stellplätzen angesprochen und verständigten uns mit Hand, Fuß und Herz.
Weiter ging es an der Wolga entlang, über Saratow, hier ist die Wolga etwa 3 km breit, Samara, Ufa.
Den Ural haben wir uns immer als Hürde vorgestellt. Ist er aber gar nicht mit schöner hügeliger Landschaft bis 420m.
Wir überqueren den Ural und erreichen Asien.

Perestroika Tours Mai 2010 – August 2010

Perestroika Tours Mai 2010 – August 2010
Erster Standort auf asiatischem Boden ist Miass. Wir besichtigen die Stadt, das mineralogische Museum und das Ural-LKW-Werk.
Weiter geht es durch die sibirische Taiga, Birkenwälder und Flüsse begleiten uns tagelang. Endlose Weite. Natur pur. Idyllisch! Wir sind überrascht über den Kontrast: Kleine verschlafene Dörfer mit den typischen Holzhäuschen mit kleinen Gärtchen, alte Frauen, die ihre wenigen Erzeugnisse für wenig Geld am Straßenrand verkaufen. Auf der anderen Seite Großstädte, die sich entwickelten, als im 2. Weltkrieg kriegsgefährdete Industrien jenseits des Urals verlagert wurden. Die M5 wird zur M51. Wir fahren an der Transsibirischen Eisenbahn entlang.



Immer wieder erfahren wir Herzlichkeit und Gastfreundschaft. Auf unseren Übernachtungsplätzen werden wir natürlich oft von neugierigen Kindern umringt. Unsere Mitbringsel werden mit Freuden angenommen, immer erhalten wir ein Gegengeschenke wie Blumen, Erdbeeren, Pilze, gebastelte Geschenke. Wir sind begeistert von dieser Herzlichkeit.
Über Kurgan nach Omsk. Zur Zarenzeit ein Verbannungsort, Dostojewski schrieb hier seinen Roman Schuld und Sühne. Heute ist die Stadt ein bedeutendes Kunst- und Kulturzentrum mit sehenswerter Altstadt. Bis zur Wende lebten in der Umgebung viele Russlanddeutsche und vielen Orten sieht man den deutschen Einfluss an. Mehrmals wurden wir von Deutschen angesprochen, die hier früher lebten, jetzt in Deutschland leben und ihren Urlaub hier verbrachten. Es entwickelten sich interessante Gespräche.
Wir kommen nach Nowosibirsk, eine stalinistische Industriestadt ohne Flair. Die Stadtbesichtigung zeigt uns den größten Bahnhof an der Transsib. Danach Krasnojarsk mit fast einer Million Einwohner. Wie auf allen Bauernmärkten kann man hier einfach alles kaufen. Diese gut gepflegte Stadt mit ihren schön renovierten Häusern gefiel uns gut.
Am 33. Reisetag erreichen wir Irkutsk. Leider ist durch Brände nicht viel von der alten Bebauung übrig geblieben. Wir bummeln an der Promenade an der Angara entlang bis zum Bauernmarkt. Noch ca. 100 km sind es bis zum Baikalsee. Er ist der tiefste See der Welt und das größte Süßwasserreservoir. In Listvijanka stehen wir 9 Tage auf dem Hotelparkplatz. Beim Blick auf den See veränderte er sich ständig, durch wechselndes Tageslicht und wechselnde Wolkenformationen. Phantastisches Erlebnis! Wir hatten ein tolles Besichtigungsprogamm: Baikalmuseum, Bootsausflug mit Fisch-Essen Omul, den Fisch gibt es nur im Baikalsee, am besten schmeckt er geräuchert, Taltsi
Freilichtmuseum, Banja, Ausflug zum Schamanen in Ust-Orda, Baikalbahn. Die Fahrt mit der Baikalbahn war ein Erlebnis. Oft hielt der Zug und wir konnten die Landschaft zu Fuß entdecken. Keine Bebauung, nur Landschaft pur und einzelne Häuser.





Traumhaft schön! Russische Touristen nutzten die Pausen zum Schwimmen im See, uns war es allerdings zu kalt. Wir hatten auch freie Tage, zum relaxen, Wäsche waschen, Womo putzen, Lebensmittel einkaufen, Umgebung selber entdecken… Aiden schneidet den Männern die Haare, so kurz und gut, dass er sie alle um 10 Jahre verjüngt. Überhaupt ist Aiden eine große Bereicherung für unsere Gruppe, er ist immer gut gelaunt und ist einfach für alles zuständig. Unter anderem bewacht er unsere Womos, wenn wir unterwegs sind.
Einige Womos mussten mal wieder eine Werkstatt aufsuchen. Überhaupt wurde viel repariert auf dieser Tour. Die schlechten Straßen forderten ihren Tribut. Vieles konnten die Teilnehmer selber richten, wir hatten einige Profis mit dabei, die immer Hand anlegten, wenn es nötig war. Aber hier in Russland kann man alles reparieren lassen, selbst ein Achsenbruch wurde bewältigt, zudem zu einem deutlich geringeren Preis. Unser Concorde hat wider Erwarten, bis auf die Luftbälge, die kaputt gingen und später kostenlos ersetzt wurden, gut durchgehalten, auf den entsetzlichen Straßen
hat nichts gerappelt wie bei vielen anderen Fahrzeugen. Valeri, unser Reiseleiter, war ein Organisationstalent und konnte einfach alles besorgen und organisieren.
Am Baikalsee standen unsere Womos schön, was nicht immer der Fall war. Eine Infrastruktur mit Campingplätzen gibt es in Russland nicht. Einige Male standen wir wunderschön in der freien Natur, oft waren wir froh, dass wir auf Parkplätzen von Hotels unterkommen konnten, wo es Strom und Wasser gab.
Am südlichen Ufer des Baikalsees legen wir noch eine Pause ein an einem Erholungsheim in Utulik. Eine Frauengruppe will unser Womo besichtigen und kichert fassungslos und überwältigt über den Luxus unserer Datscha.
Auch hier hatten wir wieder viele erfreuliche Konakte mit der russischen Bevölkerung. Neid haben wir nie erlebt, obwohl unsere Womos sicher besser ausgestattet sind als oft ihre Wohnungen. Der absolvierte Russischkurs war hilfreich, aber wir konnten uns auch ohne Sprache verständigen.
Die letzte Stadt in Russland ist Ulan Ude, nett mit Blumen ausgestattet, danach reisen wir in die Mongolei ein.
Die Einreise ist strapaziös, hektisch und dauert 5,5 Stunden. Entnervt werden wir von unseren lokalen Führern Zazka und Umi zu unserem Übernachtungsplatz geführt. Südlich von Sübataar in der Steppe. Einfach ein Traum! Ein Rundumblick in Natur pur! Phantastischer Sonnenuntergang! Unterwegs beeindrucken uns die endlosen Weiten ohne Zäune und Mauern. Pferde galoppieren an uns vorbei. Am nächsten Tag erreichen wir die Hauptstadt Ulaanbataar und übernachten für 8 Tage am Jurtenhotel in phantastischer Landschaft. Wir können uns nicht satt sehen an diesem Rundumblick! Von hier unternehmen wir mit dem Bus Ausflüge in die Stadt. Hier leben 39% aller Mongolen. Der Kontrast ist enorm: Moderne Bauten in der Innenstadt, Jurtenlager in den Außenbezirken. Der Verkehr ist gewöhnungsbedürftig. Aus 4 Fahrspuren werden 6 gemacht, zur Not fährt man auch über den Fußgängerweg. Gott sei Dank sind wir mit dem Bus unterwegs, dessen Fahrer damit umgehen kann! Abends haben wir eine Folkloreveranstaltung. Musik und Tanz mongolisch sind für uns fremd, aber phantastisch! Eindrucksvolle Gesichter!



Weiterer Programmpunkt ist das Manzushir Kloster, wo wir bergauf klettern mussten. Danach geht es ins Outback mit Übernachtung in einer Jurte. Hier erlebten wir das Leben der Nomaden. Sie zeigten uns, wie Stuten gemolken werden, wie aus Stutenmilch Wodka gegoren wird, wie eine Jurte aufgebaut wird. Dabei konnten wir auch mithelfen.
Die Famillie war äußerst gastfreundlich und ließ uns an ihrem Leben teilnehmen. Zum Nadaam -Fest hatten wir einen Tribünenplatz und durften die Eröffnungsfeier erleben. Sie war bunt, fröhlich.



Alle Mongolen kommen hier zusammen und feiern ihr Fest mit Pferderennen, Ringen, Speerwerfen. Rund um das Stadion gibt es ein fröhliches Treiben mit Verkaufsständen, Essbuden…Ein einmaliges Erlebnis!
Ein Grillabend mit dem deutschen Metzger Werner auf unserem Standplatz mit anschließendem Tanz und toller Stimmung brachte die Gruppe zusammen. Umi und Zazki, unsere mongolischen Reiseleiter, sorgten mit ihrer Gitarre, ihrem Gesang und ihrem Tanz für gute Stimmung. Am nächsten Abend spielte ein bekannter Saxophonist extra für uns.





Zu meinem Geburtstag! Ein Erlebnis! Den freien Tag nutzten alle zum Wäsche waschen. Die Wäsche flatterte im Wind und wurde schnell trocken.
Nach einer weiteren Übernachtung in der Steppe, wieder mit tollem Sonnenuntergang, reisen wir wieder nach Russland ein. Diesmal dauerte der Grenzübertritts 7 ½ Stunden. In Utulik am Baikalsee mit Blick auf den See konnten wir uns wieder erholen. Hier gab es auch wieder mal ein gemeinsames Essen. Überhaupt gab es auf dieser Reise viele Essen, viel mehr als im Prospekt angegeben. Sie waren immer gut und wir haben die einheimische Küche kennengelernt. Die Suljanka und die Borsch war immer lecker, das Hauptgericht auch, oft gab es leckeren Fisch, für Fischverweigerer auch
Fleisch. Verhungern mussten wir nicht, es gab überall Supermärkte, die wir bei Bedarf angefahren haben.
Der Rückweg über Irkutsk, Tulun, Krasnojarsk, Nowosibirsk führt uns weiter nach Westen. Tagelang fahren wir an Birkenwäldern, kleinen Dörfern mit Holzhäusern vorbei. Barnaul wird besichtigt, Danach geht es über die Grenze nach Kasachstan. Dieser Grenzübertritt dauert nur 3 Stunden, rekordverdächtig! Die Zöllner interessieren
sich für die Womos, wollen alles sehen und sich am Steuer photografieren lassen. Alle haben viel Spaß.
Semej ist unsere erste Station in Kasachstan. Die Stadt erlangte traurige Berühmtheit durch die Atomwaffenteste der Sowjetunion. Die Straße darf mit Fahrzeugen über 3,5 t über 25 ° nicht befahren werden, der Asphalt wellt sich. Aber kein LKW hält sich daran. Dementsprechend haben die Straßen Spurrillen und wir schaukeln weiter.
Wir erreichen Astana. Astana ist seit 1997 die neue Hauptstadt. Mitten in der Steppe gelegen wird hier eine neue Großstadt errichtet, von bekannten Architekten, futuristisch anmutend. Schön! Bei der Stadtführung besuchten wir auch die neue Moschee, ich durfte oben den Gebetsraum für Frauen betreten. Leider wurden die Schuhe der Reiseleiterin gestohlen. Es ist unerwartet heiß, die Hitzeperiode ist auch für diese Gegend außergewöhnlich lang und andauernd. Die Temperatur im Womo erreicht 40°. Alle sind etwas gereizt.


Die nächste Etappe ist Borovoe, wo wir 2 Tage bleiben, eine Busrundfahrt machen und im saubersten See schwimmen.
Die Legende sagt: Als Gott die Welt erschuf, bekamen einige Völker wunderschöne Berge, Seen, Küsten. Aber die Kasachen bekamen nur Steppe. Das verletzte die Kasachen. Daraufhin kratzte Gott aus seinem Beutel was noch darin war und warf in die Steppe die Reste von malerischen Bergen und Seen, Bächen, Quellen, Blumenwiesen. Tatsächlich hat es uns hier sehr gut gefallen.
Am 79. Tag reisen wir erneut nach Russland ein. Miass ist der letzte Aufenthalt auf asiatischem Boden. Über Ufa erreichen wir Kazan, die Hauptstadt von Tatarstan. Sie ist eine bedeutende Universitätsstadt, Lenin und Tolstoi studierten hier. Die Stadt mit ihrem wunderschönen Kreml hat uns bei der organisierten Stadtbesichtigung begeistert.
Sie ist eine Perle der Architektur, die Orient und Okzident in sich vereint. An unserem freien Tag mussten wir unbedingt nochmals alleine die Stadt erkunden.
Danach geht es nach Westen. Valeri fährt voraus und sagt „Immer weiter geradeaus“.
Langsam werden wir unruhig, weil wir von den Jahrhundertbränden erfahren haben.
Nishni Nowgorod, früher Gorki, konnten wir leider nicht besichtigen, weil die diesjährigen heftigen Waldbrände uns heftigen Smog bescherten. Unterwegs mussten wir durch Smog und Waldbrände. In Suzdal war die Luft wieder klar. Der Ort gehört zum Goldenen Ring und ist eine Schatzkammer der Nationalen- sowie der Weltkultur. Die Besichtigung ist einmalig schön.
Wir fahren nach Moskau, eine 12 Mio. Stadt. Das Fahren mit 12 Womos auf dem Ring und mitten in die Stadt zum Übernachtungsplatz am Hotel Danilowskij ist anstrengend, aber mit Valeri perfekt. Die Besichtigung der Moskauer Metro ist interessant, die Busfahrt führt uns zu den Hauptsehenswürdigkeiten : Roter Platz, Basilius-Kathedrale, Kaufhaus Gum, Lenin-Mausoleum, Hier bleiben wir 3 Tage und können auch auf eigene Faust erkunden.
Auf der M1 rollen wir auf der „Rollbahn“ durch hügelige Landschaft nach Smolensk. Wir passieren die russisch/weissrussische Grenze, wieder mit langwierigen Grenzformalitäten, und erreichen Minsk, die Hauptstadt von Weißrussland. Minsk wurde im 2. Weltkrieg fast völlig zerstört. Die wieder aufgebaute Stadt gefällt uns sehr gut.
Weiter in Richtung Westen stoppen wir in Ivacevici, wo die Eltern von Valeri wohnen und wir fürstlich beköstigt werden. Wir haben einen fröhlichen gemeinsamen Abend.
In Brest werden wir von einem Popen begrüßt, mit Brot, Salz und Wodka willkommen geheißen, unsere Womos werden gesegnet. Danach findet die Stadtführung mit seiner Frau statt. Der Park des Friedens beeindruckt uns alle und lässt uns still werden. Das Museum der Schmuggler ist sehr interessant, in der Fabrik für Matruschkas sind wir sehr erstaunt über die zeitaufwändige Handarbeit, die man eigentlich nicht mehr bezahlen kann.
Über eine sehr gute Autobahn in Weißrussland fahren wir bis Warschau auf den Campingplatz. Mit einem leckeren Abendessen verabschieden wir uns von der Gruppe. Wegen Dauerregen verzichten wir auf eine Besichtigung von Warschau, was sehr schade war, denn Warschau lohnt einen Besuch.
Die Ausreise über Berlin ist problemlos, wir kommen gut zu Hause am 29. 08.2010 an.
Fazit: Es war anstrengend, Auto und Menschen wurden gefordert – aber wir haben viel gesehen und erlebt, sind um viele Eindrücke reicher, hatten viele herzliche Begegnungen mit der russischen Bevölkerung, die Reiseleitung war sehr gut, unser Concorde hat alles besser überstanden als erwartet. Wir möchten diese Reise niemals missen.
Und auch das gehörte dazu:






Stichworte: Baikalsee, Kasachstan, Mongolei, Perestroika-Tours, Sibirien
Am Wochenende ist es endlich soweit. Meine Tour entlang der Ruhr soll endlich starten.
Immer wenn ich in meine Heimatstadt Essen fahre und die Ruhrtalbrücke auf der A52 überquere schau ich wehmütig den Flußlauf entlang und denke: schön ist es da unten, hier lasse ich irgenwann mal meine Füße in die Ruhr baumeln.
Am Freitag geht’s los. Die Ruhr von der Quelle bis zur Mündung. Laut Wikipedia 217 Flußkilometer.

damit sind wir dieses Wochenende unterwegs
Mit dem Pössl Roadcruiser von Reisemobile Berens steuern wir erst einmal die Ruhrquelle im Rothaargebirge an. Wie es weitergeht weiß ich noch nicht genau. Sehenswertes gibt es jedenfalls genug. Da braucht man nur mal bei Wikipedia vorbeizuklicken und sich die Sehenswürdigkeiten zum oberen-, mittleren- und unteren Ruhrtal anschauen. Auf jeden Fall wird meine Heimatstadt Essen besucht. Baldeneysee und Co lassen grüßen.
Ich hoffe nur mein Online-Stick arbeitet zuverlässig, dann kann ich das erste mal live bloggen. Am Samstag sollten die ersten Bilder zu sehen sein.
Bis bald. Jo

Die Ruhrquelle Foto:Ingo2802/CC-BY-SA
Reisemobil für eine Woche und Preise bei Berens für Urlaubsberichte
Bei “Reisen mit dem ARD-Buffet Reise Mobil” können Sie eine Woche Urlaub mit einem voll ausgerüsteten Wohnmobil gewinnen. Spritgeld, Campingplatzgebühren inbegriffen. Auf der Seite vom ARD Buffet gibt’s die nötigen Infos dazu.

Und so sieht's aus das Reisemobil - QUELLE: Webseite www.swr.de
Falls Ihnen das Glück hold ist, haben Sie gleich noch eine gute Chance einen Gewinn für Ihren Reisebericht einzuheimsen. Reisemobile Berens verlost jedes Jahr auf seinem Herbstfest mehrere Preise für gute Reiseberichte.
Also los! Ich drücke euch die Daumen.
(ganz im Vertrauen: ich weiß, dass die Chance für jeden Bericht sehr gut ist
)
Am 1. April um 16:00 Uhr – kein Aprilscherz – gibt’s bei unserem Sponsor “Reisemobile Berens” einen kleinen Umtrunk.

die kann man hier mieten, wir machen manchen Ausflug mit ihnen
Anlass ist das Hissen der Partnerflaggen an diesem Tag. Für unser Team wird wohl Jo anrollen, um ein paar Bilder zu schießen. Unser Fotoprofi Elke ist leider am Freitag unabkömmlich.
Die Einladung gilt für alle Freunde und Kunden der Firma. Ich bin mir sicher, dass auch alle Blog-Leser herzlich willkommen sind. Wer mag, kommt auf ein Gläschen Sekt vorbei und hält einen Plausch mit uns.
Auf jeden Fall eine schöne Gelegenheit sich mal für den Normalo unerschwingliche Womo Dickschiffe aus der Nähe anzuschauen.
Man sieht sich bei Berens in Pulheim, ich würde mich freuen.
Gruß Jo

