Paris im Pössl Vario erleben

gesponserte  Berens Tour Oktober 2009 – Paris-  Mont Saint Michel – Saint Malo – Cap Frehel – Dinan

Anreise über Paris:

Planung ist alles. Die Realität ist meist anders.

Nachdem wir am Freitag unser Pössl Womo bei Reisemobile-Berens abgeholt hatten, wollten wir Samstag Vormittag Richtung Paris starten. Aber wie immer fehlte noch dies und das und wir kamen erst am frühen Nachmittag los. Außerdem steckten Jo noch die schlaflosen Nächte der letzten Woche in den Knochen, so daß schon abzusehen war, daß wir irgendwo für ein Nickerchen pausieren würden.
Man muß natürlich auch beachten, daß die Fahrt sowieso länger dauerte, weil wir ca. stündlich einen Rauchstopp einlegen mußten. Die Wohnmobile sind rauchfreie Zone, das kostet wertvolle Zeit :-).
Immerhin war es eine Frage der Ehre mindestens französischen Boden zu erreichen. Der beginnt am Grenzübergang bei Valenciennes.

Das Wahrzeichen von Valenciennes. Hier beginnt Frankreich
Das Wahrzeichen von Valenciennes. Hier beginnt Frankreich

Dort legten wir eine Gedenkminute für Ute ein (die leider nicht mitkommen konnte) und kochten unseren ersten Kaffe unterwegs. Die immer noch vor sich hingammelnde „Exchange-Bude“ aus Vor-Eurozeiten ist traditioneller Kaffe- und Rauchplatz.
Von hier aus grüßten wir telefonisch Ute, bzw. deren Anrufbeantworter.

die alte Wechselstube steht immer noch
die alte Wechselstube steht immer noch

Dann ging es weiter. Wir wollten zumindest vor den Toren von Paris nächtigen, um am nächsten Morgen direkt vor Ort zu sein.

Maria meinte die Strecke über Paris sei sowieso kürzer und schneller, weil sie besser ausgebaut sei als die Landstrassen. Für die nächste Urlaubsfahrt in die Bretagne sollten wir diese Alternative in’s Auge fassen. Klar, will man Zeit und Sprit sparen. Eine tolle Idee. Wieso waren wir die Jahre vorher nicht drauf gekommen?

Wie toll sollte sich spätestens auf dem Rückweg zeigen.

Bis vor die Tore von Paris sind wir nicht ganz gekommen, wenn ich mich recht erinnere, sondern bis auf einen gut ausgebauten und beleuchteten Rastplatz, wo wir dann in’s Bett hüpften.

Endlich kein Ausklappen der Bank, wie in unserer Emma (Emma ist unser VW Bus) sondern einfach nur hinlegen. Welch ein Luxus.

morgens auf dem Rastplatz
morgens auf dem Rastplatz

Wenn mir auf dem Rückweg nicht meine Kodak-Kamera verreckt wäre, hätte ich nach der Reise einige Bilder vom Innenraum gemacht (aber das kann man ja noch nachholen). Ich habe dieses batteriemordende Teil immer gehaßt und so lernte sie während der Reise kurzerhand das Fliegen. Folgedessen fuhr das Objektiv zukünftig nur noch mit knarrenden Geräuschen aus und verbrauchte fortan noch mehr Strom. Auf dem Nachhauseweg stellte sie ihren Dienst mit der höflichen Meldung „Lens Errors“ endgültig ein. Egal! Ich werde sie nicht vermissen, die neue ist schon bestellt.

Mit dem Auto in Paris:

Paris auf der Karte zu sehen ist die eine Sache. Einen bestimmten Ort innerhalb von Paris zu erreichen ist die andere Sache. Maria wollte zu einem Campingplatz am „Bois de Boulogne“. Das ist eine große Parkanlage in unmittelbarer Nähe zur Seine.
Alle Wege irgenwohin führen meist über die „Peripherique“, eine riesige Ringstrasse um den Kern von Paris. Vom Prinzip her das Gleiche wie der Ring in Köln, nur der Ring ist dagegen eher eine Dorfstrasse. In beide Fahrtrichtungen mindestens drei bis vier Fahrspuren, es können auch mal sechs sein. Eiserne Regel schon aus früheren Paristouren: Immer in der Mitte halten! Da können sich die Spuren schon mal in zwei bis drei verschiedene Richtungen verzweigen und schwupps ist man ungewollt abgefahren, wer weiß wohin auch immer. Dass man dann ein echtes Problem hat, sollten wir auf der Rückreise feststellen. In der Mitte hat man immer noch eine Rest-Reaktionszeit zur Verfügung. Auch wenn man als suchender Ausländer mit geringem Tempo dem Verkehr im Wege zu stehen scheint, Nerven bewahren, die rasen einfach um einen herum. Voll normal in Paris.

Noch ein Tipp zu Kreisverkehren:
Sie sind ja auch in Deutschland immer häufiger anzutreffen. Der normale Kreisverkehr (rond-point ) in Frankreich ist meist mehrspurig. Die Franzosen sind in ihrer Fahrweise nur wenig ängstlich. Das gilt auch für Frauen. Es werden immer alle Spuren genutzt. Um in einen rond-point reinzufahren, einfach die nächst beste Lücke nehmen (sonst steht man ewig und der Hintermann bekommt Mordgelüste). Auch wenn nach deutschem Empfinden der kreuzende Verkehr behindert werden könnte. Die ziehen dann nämlich wie selbstverständlich auf die nächste innere Spur. Wenn man jetzt denkt: Wie nett und Hauptsache schon mal drin, könnte eine Sekunde später geschockt sein. Der eben so freundlich ausgewichene Franzose kreuzt knallhart die Fahrspur um quasi rechtwinklig um einen rechts herum die nächste Abfahrt zu nehmen. Das könnte schon mal eng werden, wenn man diese Regel nicht kennt. Aber ich bin immer wieder begeistert wie wunderbar das hier funktioniert und nach einer gewissen Zeit macht man das Verkehrs-Roulette ganz entspannt mit.

Irgendwann sind wir am Porte da la Chapelle abgefahren und waren in der Nähe des Porte Maillot. Irgendwo in der Nähe muß doch schon der Bois de Boulogne sein. Absolut desorientiert fuhren wir auf den letzten Drücker in eine Nebenstrasse, um nicht auf einem Zubringer wieder wer-weiß-wo-hin zu fahren. Glück gehabt! Genau richtig! Allée de Longchamp. Einmal quer durch den Park und man ist da.

Lageplan Camping du Bois de Boulogne
Lageplan Camping du Bois de Boulogne

Das erste, was uns auffiel als wir den Platz erreichten, war das mangelnde Parkplatzangebot vor der Rezeption. Da war lediglich Platz für einen Camper. Wir stellten uns als zweiter dahinter und blockierten so mit dem Heck die Einfahrt zum Campingplatz. Nach 10 Minuten entstand eine kleine Schlange.Nach weiteren 10 Minuten fragte ein Engländer leicht säuerlich, ob uns der orangene Camper gehöre. Erstens war unser Pössl Wohnmobil nicht orange sondern Gold Metallic, zweitens hatte er Glück, wir hatten die Anmeldeprozedur hinter uns gebracht.
Jetzt galt es den Verkehrsknoten aufzulösen und schon konnte es in Richtung Stellplatz gehen. Stellplatz? Eher Nische! Ich habe es noch in zwei bis drei Zügen geschafft mit dem Fahrzeug in die enge Bucht zu kommen. Unser Nachbar mit einem Concorde-Credo hatte da schon mehr Probleme.

stellplatz02

Auf jeden Fall waren wir endlich angekommen. Nach Zigarette und Kaffee machten wir Pläne, wie wir uns am besten in das Großstadtgetümmel stürzen würden.
Die Rezeption hatte uns mit Kartenmaterial ausgerüstet. Mit dem Bus zum Porte la Muette, von dort aus weiter mit der Metro. Mehr zum Stellplatz unter Stellplatzportraits .

In der Metro:

Die Metro ist ein besonderes Erlebnis. Zum einen sind viele alte Bahnstationen schon optisch ein Leckerbissen. Sie sind über mehrere Stockwerke unterirdisch gelegen. Zum Anderen der ganz eigene Geruch, der einen immer in den Stationen umfängt (man erkennt ihn auch nach Jahren wieder). Alles scheint in rasender Geschwindigkeit hier abzulaufen und immer ist alles in Bewegung. Trotzdem scheinen die Leute mit einer selbstverständlichen Gelassenheit ausgestattet zu sein.Für mich einfach beeindruckend.

metro05
immer in Bewegung, die Metro

Die Züge kommen hier im Minutentakt auf ihren Gummireifen reingerauscht. Kurz vor der Abfahrt ertönt eine Hupe, Zeit genug noch kurzentschlossen in einen Waggon zu springen und schon sprintet der Zug los.
Für die Metrofahrten wurde extra ein kleiner Camcorder angeschafft. Vor Jahren schon wollte ich den Eindruck zweier aneinander vorbeirauschender Metrozüge so auf Film bannen. Der Versuch wurde auch umgesetzt. Jetzt braucht Jo lediglich noch Hilfe von Patrick (Marias Sohn) die mp4 Dateien zu bearbeiten, dass man sie auch im Web veröffentlichen kann.

Ein Carnet, 10 Einzeltickets
Ein Carnet, 10 Einzeltickets

Ein paar interessante Daten zur Metro in Paris:

  • Die Metro ist eine der ältesten U-Bahnen Europas. Mit über 200km Schienen-Netz ist sie eine der größten der Welt.
  • Die erste Linie wurde im Jaar 1900 pünktlich zur Weltausstellung eröffnet
  • Es gibt keinen festen Fahrplan und somit auch keinen Ärger über Verspätungen. Die Züge haben einfach eine Taktzeit, die auch über die Infotafeln angegeben werden.
  • Die Metro benutzt auf zahlreichen Linien gummibereifte Fahrzeuge, die den Vorteil haben, dass sie leiser sind und auch steilere Gefällstrecken überwinden können. Jedes Achsenpaar wird zudem über waagerecht angeordnete Gummirollen seitlich geführt
  • Mit einem Ticket kann man solange und so weit fahren wie man will, vorausgesetzt man verläßt die Metro nicht. Ein Päckchen mit 10 Tickets (carnet ) kostet ca. 11 €. Ein Einzelticket für den Nahverkehr kostet 1,30 € Davon könnte sich die Kölner KVB ein Scheibchen abschneiden.
  • Angeblich soll innerhalb von Paris keine Station mehr als 500 Meter entfernt sein.
  • Die RATAP Tickets sind sowohl für die Metro, als auch in Bussen und den RER-Zügen gültig.
  • Auf den Stationen findet man noch die alten Anzeigetafeln zur Routenplanung. Unten werden alle Metrostationen aufgeführt. Man drückt das Knöpfchen der Zielstation und schon leuchtet eine Lichterkette, die einem den Linienverlauf zeigt mit allen Umstiegsstationen. Jede Linie hat ihre eigene Farbe. Genial einfach auch für jeden Ausländer.

Zu Fuß unterwegs in Paris:

Wir fuhren bis zur Haltestelle  Place de la Concorde.
Als erstes wollte ich das Verkehrsgetümmel am Place de la Concorde anschauen.

Kreisverkehr am Place de la Concorde
Kreisverkehr am Place de la Concorde

Der riesige Kreisverkehr – in der Mitte mit einem wunderschönen Brunnen – verzichtet einfach auf Fahrspur Markierungen. Das macht ja auch alles viel lustiger. Es bilden sich spontan, je nach Gusto der teilnehmenden Fahrzeugführer ca. sechs bis acht Fahrspuren, die auch sämtlich benutzt werden (wie auf dem Bild zu erkennen). Es ist ein Genuß dieses Schauspiel zu beobachten, wenn eine der Ampeln den Verkehr frei gibt und sich die Ströme dann verteilen. Das hätte ich eigentlich auch filmen sollen. Vielleicht nächstes mal.

Relativ ziellos schlenderten wir von hier aus weiter.
Plötzlich dröhnten Helikopter am Himmel. Einer blieb in der Luft wie angewurzelt stehen und schwebte minutenlang auf Höhe der Dächer. Maria meinte das sei sicher wegen Sackgesicht, korrekt ausgesprochen Nicolas Sarkozy, aber wer kennt ihn schon unter diesem Namen. Später stellte sich diese Vermutung als richtig heraus. Ein Kellner erzählte uns von irgend einem Ereignis, an dem Sa….. teilgenommen habe und er ständig dabei beschützt werden müsse.

Blick auf den Eiffelturm vom Place de la Concorde
Blick auf den Eiffelturm vom Place de la Concorde
Paris Oben ohne
Paris Oben ohne

Eine von Sarkozys ersten Sparmaßnahmen traf die Pariser Busunternehmen. Sie fahren seitdem ohne Dach herum. Beweis siehe Foto. Die Pariser nehmen’s gelassen und nennen es einfach „Paris L Open Tour“.
Den Eiffelturm hatten wir uns als Besuchspunkt gar nicht erst vorgenommen. Man konnte ihn auch von hier aus gut sehen. Fest auf dem Plan war für Maria ein Besuch von Notre Dame.
So stiefelten wir einfach drauf los, die „Dame“ im Hinterkopf behaltend.
Weil ich unbedingt die Pyramide, den Eingang des Louvre knipsen wollte, wanderten wir in die Richtung dieses riesigen Museums. Für eine ausführliche Besichtigung desselben sollte man sich am besten eine ganze Woche reservieren.
Auf dem Weg dorthin kamen wir an den Tuilerien vorbei, einer Parkanlage die sich vom Place de la Concorde im Westen, bis zum Louvre im Osten erstreckt.
In unmittelbarer Nähe zum Louvre findet sich noch eine kleine Ausführung des „Arc de Triomphe“ mit einer Quadriga auf dem Dach (siehe unter Reisefotos / Bildgalerie Paris). Mangels echter Informationen argwöhne ich einfach mal eine Kopie vom Brandenburger Tor ;-)
(An dieser Stelle endlich mal die Gelegenheit zu einem konstruktiven Kommentar seitens der Besucher)

ein winziger Teil vom riesigen Louvre
ein winziger Teil vom riesigen Louvre
mit einem Schuß: durch's "Brandenburger Tor" Louvre mit Eingangs-Pyramide
mit einem Schuß: durch’s „Brandenburger Tor“ Louvre mit Eingangs-Pyramide

Irgendwie ist solch eine Stadtbesichtigung doch anstrengend und so entschlossen wir ein Päuschen mit Kaffe und Croissant bei „Paul“ einzulegen.

guter Kaffe und Croissants seit 1889
guter Kaffee und Croissants seit 1889

Angeblich verwöhnen die hier die Besucher mit ihrem Qualitätsangebot seit 1889. Wenn man die Verwegenheit der Spatzen betrachtet, die sich die Croissont-Krümel hier erkämpfen, könnte man es glauben.

handzahm und unerschrocken ... Pauls Spatzen
handzahm und unerschrocken … Pauls Spatzen

Auf unserem weiteren Weg, der irgendwann mal bei Notre Dame auskommen sollte, schlenderten wir am Ufer der Seine entlang, wo der Verkehr auch nicht mehr so nervte. Neben kleinen Oasen auf Schiffskuttern findet man hier verschiedenste Musikanten mit ihren Darbietungen.

Idylle auf der Seine
Idylle auf der Seine

An manchen Stellen preisen Verkäufer über mehrere hunder Meter eine unterhaltsame Mischung aus Kunst und Kitsch an. Die Exponate werden in großen hölzernen Kisten aufbewahrt, die fest mit der Mauer verbunden sind. Nach Feierabend werden die einfach zugeklappt und abgeschlossen, bis der Rummel am nächsten Tag weitergeht.
kunst-an-der-seine03

Um zu Notra Dame zu gelangen, muß man über die Brücke „Pont Neuf“die Seine Insel „Île de la Cité“ erreichen. Die Pont Neuf verbindet dabei beide Seineufer mit der Insel an ihrer südlichen Spitze. Diese Insel ist der älteste Bestandteil der Pariser Innenstadt. Die Île de la Cité ist mit insgesamt 9 Brücken mit den Seineufern und ihren Nachbarinseln verbunden.
Die Pont Neuf hat für Maria einen besonderen Erinnerungswert. Als sie damals ihr Studienjahr in Tours begann, hatte sie einen mehrstündigen Aufenthalt in Paris und besuchte diese Brücke. Mit ihren vielen kleinen Nischen und dem tollen Ausblick auf die Insel und das Pariser Ufer lädt sie zum Schlenden und zum Rasten ein. Ein britisches Ehepaar bot uns an uns zu fotografieren und im Gegenzug von uns fotografiert zu werden.
jo-marie-auf-pont-neuf

Wer hätte gedacht, dass auf dieser Insel Notre Dame so schwer zu finden ist. Nachdem wir fast eine halbe Stunde herumgelaufen waren, schlug ich vor jemanden zu fragen. Marias Antwort:“Ich weiß wo das ist! Wir sind gleich da!“ Nach einer weiteren gefühlten Stunde wiederholte ich meinen Vorschlag. Maria: „Frag doch selber!“
Toller Vorschlag. Ich kann kaum ein Bier auf französisch bestellen, währen sie die Sprache fließend spricht. Kurze Überlegung sie in den Bach zu schmeißen oder aus Verzweiflung lieber selbst zu springen, da hörte ich Glocken läuten. Hinter der nächsten Ecke stand sie endlich – die olle Kirche.
Maria ging zur Besichtigung um in alten Erinnerungen zu schwelgen alleine rein. Jo mußte sich erst mal bei einer Zigarette erholen und schaute sich das Teil aus der Entfernung an.

eigentlich nicht zu übersehen ...
eigentlich nicht zu übersehen …

Damit war das Pflichtprogramm geschafft. Es wurde langsam dunkel und wir waren müde und hatten langsam bleischwere Beine. Komisch, vor zwanzig Jahren hatte ich an einem Tag mehr von Paris geschafft. Bevor sich bei der Betrachtung unserer Altererscheinungen Depression einschlich, beschlossen wir den Heimweg anzutreten. Vorher wollten wir aber noch ein Cafe aufsuchen, an dem wir schon vorher – waren es Minuten oder Stunden – vorbeigekommen waren.
Eins, zwei Ecken weiter (ich weiß wo das ist) hatten wir es endlich wiedergefunden. Hatten wir uns vorhin noch nach einer Tasse Kaffe gesehnt wurde jetzt kurzfristig auf Bier umdisponiert. Ich selber nutzte die Gelegenheit die Toilette zu suchen, während ein gut gelaunter und charmanter Kellner inzwischen das Bier lieferte und mit Maria rumschäkerte. Dazu gab’s ein Schälchen gut gesalzener Erdnüsse. Als ich das zweite Bier bestellte war mir auch klar wozu die Erdnüsse – die neue Portion lag schon da – dienten.
Wir gingen dann zur Metrostation „La Cite“ ganz in der Nähe, in deren Umkreis wir so verzweifelt Notra Dame gesucht hatten. Nebenan gab es noch einen Vogelmarkt (eine angeblich traditionelle Einrichtung dort) auf dem es immer noch zwitscherte. Der Metroeingang hatte noch ein Schild mit der alten Bezeichnung „Metropolitain“.

alter Metro Eingang: Metropolitain
alter Metro Eingang: Metropolitain

Wir tauchten ab in die U-Bahn und fuhren zurück zum Porte de la Muette. Dort angekommen nutzten wir den vom Campingplatz eingerichteten Shuttle-Bus, der uns zum Platz zurück fuhr. Ein toller Service, der irgenwie eine gewisse Anzahl der vier Sterne rechtfertigte, für die man immerhin gut 25,- € pro Nacht berappen muß.
Damit war ein anstrengender aber auch schöner Tag vorbei. Eine kurze Gedenkminute für Herrn Nowak, dann machten wir es uns in „unserem“ Wohnmobil bequem.
Nach Ausschlafen und gemütlichem Frühstück sollte es am nächsten Mittag weitergehen. Das nächste Ziel war der Mt. St. Michel in Norden an der Küste gelegen. Er ist sozusagen der Grenzposten zwischen Normandie und Bretagne. Die Route war allgemein klar, mußte nur noch die Hürde Paris zu verlassen bewältigt werden.

Maria war gut mit Karten ausgestattet, also keinProblem für uns Profis. Wir schlugen uns durch zum Porte de St. Cloud um von dort die A13 Richtung Versailles zu nehmen. Der Rest der Strecke ist ein Kinderspiel.

Der  Mont Saint Michel wartet bereits auf uns.

Ein Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.