Weihnachten und Silvester 2010/2011 mit dem Wohnmobil in Tunesien

Ein Beitrag von Irmgard u Hajo Schauff

Wir hatten keine Lust auf Schnee und Eis und buchten kurzfristig eine Gruppenreise bei Perestroika.
Wir wollten 3 Monate in Tunesien überwintern.
15.12. fuhren wir in unserem für 3 Monate bepackten Wohnmobil los und verpassten das Schneechaos rund um Köln gerade um einen Tag. Treffen mit der Reiseleitung Birgit und Dieter Schmieder und den anderen Gruppenmitgliedern auf einem Campingplatz in Genua. Bei strahlendem Sonnenschein und ruhiger See ging es auf der Fähre los in Richtung Afrika. Man beschnupperte sich und es war schnell klar: Eine Super-Gruppe!

19.12. Ankunft in Tunis, die Zollformalitäten waren stressig und langwierig. Gut, dass wir unseren Reiseleiter dabei hatten. Unser erster Übernachtungsplatz war auf einem bewachten Parkplatz mitten in Tunis. Wir spazieren auf der großzügig angelegten Avenue Habib Bourgouiba entlang und wundern uns über die moderne Stadt. Hier gibt es moderne Geschäfte, Büros, Banken, Hotels. Am Ende der Prachtstraße, am Bab el Bhar, dem alten Stadttor, endet das moderne Zeitalter. Hier geht es in die Medina, in ihr liegen die Souks mit schmalen, teils gedeckten Händler-, Handwerker- und Marktgassen. Nicht eine der Gassen ist geradlinig, alle verlaufen in chaotischem Zickzack. Am besten lässt man sich einfach treiben, verlaufen ist sowieso vorprogrammiert. Die fantasievolle Gestaltung der Türen, Torbögen, Portale ist interessant. Die Händler identifizieren uns prompt als Deutsche und bieten uns auf deutsch ihre Produkte an. Aber auf mehrmalige Absage können wir uns dem Kaufen entziehen. Es ist unser erstes Eintauchen in die arabische Welt, wir schnuppern in vollen Zügen arabische Athmosphäre. Die Düfte faszinieren uns, in der Straße der Parfümhändler, aus den Garküchen und Imbissständen, bei den Gewürzhändlern. Von einer Aussichtsterrasse bewundern wir Gassen, Minarette und Moscheen der Hauptstadt. Der Thé á la menthe mit Pinienkernen schmeckt vorzüglich. Wir besuchen die große Moschee, Nichtmuslimen ist nur der Zugang zum Innenhof gestattet. Bei geöffneter Tür ergattern wir aber einen Blick in den 15 schiffigen Gebetssaal und den antiken Säulen. Tunis gefällt uns sehr gut. Alt und trotzdem modern, voll orientalischem Charme und Pariser Chic. Leider fehlte die Zeit für das sehr sehenswerte Bardo-Nationalmuseum.

Weihnachten und Silvester 2010/2011   in Tunesien
Weihnachten und Silvester 2010/2011 in Tunesien
Weihnachten und Silvester 2010/2011   in Tunesien
Weihnachten und Silvester 2010/2011 in Tunesien

21. 12. Auf dem Weg in den Süden besuchen wir die römische Ausgrabungsstätte Thurburbo Majus, eine der wichtigsten Ausgrabungsstätten Tunesiens. Die sehenswerten Baureste stammen alle aus dem 2. und 3. Jh., der Blütezeit dieser „Colonia Aurelia Commoda“.22.12. Wir übernachten auf einem Hotelparkplatz in Kairouan. Die Stadt ist eine Gründung der Araber und heute der bedeutendste islamische Wallfahrtsort in Tunesien. Sie ist mit der malerischen Altstadt und ihren nach Zünften geordneten Märkten, mit ihren Moscheen auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes.
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