Auf dem Weg nach Norden

Alles, was nördlich von Düsseldorf liegt – mal von der Strecke Hannover-Berlin abgesehen – ist  mir ja reichlich fremd, muß ich zu meiner Schande gestehen. Wir haben heute überlegt, wie oft wir in unserem doch nicht ganz kurzen Leben die A1 bis Hamburg hochgefahren sind und kamen zusammen auf einmal selbstgefahren (mit 18 auf dem Weg nach Schweden) und einmal per Mitfahrgelegenheit … Irgendwie zog es doch immer nach Süden oder Osten.

Diesmal haben wir aber eine Einladung, um Samstagabend mit Freunden in Bad Oldesloe ein Sommerfest zu feiern (ja, der Termin stand schon vor dem EM-Spielplan fest). Also das lange Wochenende nutzen  und ein letztes Mal vor der großen Sommertour im Juli den Pössl ausfahren. Ich habe da so einen ganz bestimmten Platz in Schleswig-Holstein im Kopf, laßt Euch überraschen!

400 Kilometer bis Hamburg bzw. unserem Tagesziel Stade klingen nicht viel, aber die ziehen sich! Eine Baustelle an der nächsten, viel Wochenend- und normaler Werktagsverkehr (kein Feiertag in Niedersachsen), reichlich ermüdend. Kleine Mittagspause zum Kaffeekochen angesagt? Nach dem nächsten Stau raus in Wildeshausen, bißl auf der schönen Allee entlang der B213 und einen der lauschigen Parkplätze angefahren. Oh, noch ein Womo, einer vom Typ „Emma“, ein schwarzer T3. Wir stellen uns mit leichtem Abstand dahinter und kramen die Espressomaschine raus. Och, jetzt fährt er weg. Ach nein, doch nicht, er parkt nur hinter uns. Hm? Jetzt sehen wir auch vorne die Aufschrift „Love Mobil“ und das nette Herzchen. Wieder einer für die Sammlung „interessante Womo-Namen“ … klickedicklick, was macht eigentlich der Lastwagen da vor uns? Und der einsame Herr, der beiläufig vorbeispaziert? Nun gut, die geneigten Leser werden es etwas schneller kapiert haben als wir. Ein recht gut frequentierter Parkplatz für so eine einsame Gegend jedenfalls, und eine amüsante Kaffeestunde. Wir haben mal die Tür offengelassen, damit keine Mißverständnisse entstehen …

Weiter ging es dann ab Rade über die Landstraße, vorbei an Erdbeerhöfen in paradiesischer Häufigkeit, und schließlich landeten wir in Stade auf einem schicken Reisemobil-Stellplatz für rund 85 Wohnmobile, am Ortsrand, dennoch nicht weit vom Zentrum und sehr viel Grün und ein paar Kühe in der Nähe. Gut besucht, aber wir fanden noch einen Platz in Nachbarschaft eines Concorde Liners. Eine kleine Regenschauer zog schnell vorbei, unsere Markise tut ihren Dienst. Und heute gibt’s ausnahmsweise keine Menüfotos!

Pössl wieder mal in nobler Nachbarschaft
Pössl wieder mal in nobler Nachbarschaft
Die gute alte BMW Isetta, Kindheitserinnerungen
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Auf der Suche nach Kaulquappen, gleich nebenan
Auf der Suche nach Kaulquappen, gleich nebenan

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