Ukraine mit dem Pössl 2 Win Summit Wohnmobil: ein Fazit

Unsere erste größere Tour mit dem eigenen Pössl – und gleich in die Ukraine! Vorteil: Sprache ist kein Problem, wir kennen außerdem Land und Leute. Aber wir kennen die Grenzen unseres Womos noch nicht, und waren gespannt auf Straßen, Stellplätze und Entsorgungsmöglichkeiten.

Ausführliche Tagesberichte und Informationen zum Grenzübertritt gibt es in der Kategorie Ukraine, hier fasse ich mal alles zusammen, was allgemein für uns wichtig war und vielleicht für andere Kastenwagen-Reisende von Nutzen sein könnte.

„Ukraine mit dem Pössl 2 Win Summit Wohnmobil: ein Fazit“ weiterlesen

Strecke machen: Budapest – Wien – Nürnberg.

Einen haben wir noch: Ein Womo ist kein PKW, wir werden auch alt, und die Autobahnen sind voller als früher™ – einfach so durchheizen ist einfach nicht, und eigentlich wollen wir das ja auch gar nicht. Wir fahren in der Morgensonne zeitig aus Budapest los, machen aber noch eine kleine Runde an der Donau entlang und nehmen einen Eindruck von der Pracht der ungarischen Hauptstadt mit. Nächstes Mal hier mindestens einen Tag einplanen.

Als wir gestern den „Hungaroring“ in Budapest passierten, waren die Ausfahrten von Polizei umstellt, Ray vermutete eine Formel-1-Veranstaltung. Heute auf der Autobahn wurde das mehrfach bestätigt: die Teams von Sahara Force India, Torro Rosso, Lotus und Red Bull und der FIA waren mit uns auf der Autobahn, wir überholten mehrfach auf dem Weg die großen Busse und Transporterkolonnen. Wo halten sie wohl ihr Sommerlager, bevor es im September in Spa weitergeht?

Formel-1-Teams, wo man hinschaute auf der Autobahn.
Formel-1-Teams, wo man hinschaute auf der Autobahn.

„Strecke machen: Budapest – Wien – Nürnberg.“ weiterlesen

EU-Außengrenze von außen und ab nach Budapest

EU-Außengrenze von außen und ab nach Budapest

Schwüle Hitze bereits seit Tagen, so soll es ja sein, nur die Mücken nerven in Uschhorod. Statt sonnenverbrannt sind wir eher zerstochen. Morgens treibt uns die Sonne auf den Heckfenstern aus den Betten, und es geht nach ein paar faulen Tagen (ich muß mir schon wieder Lesestoff nachbesorgen) schon wieder in Richtung Heimat.

Unsere Kühlschrankfüllung heute morgen bedroht schon wieder unser zulässiges Gesamtgewicht ;-) frische Kalbsschnitzelchen, Kiloweise köstlich-aromatische gelbe (!) Tomaten aus Opas Garten, eine selbstabgefüllte Pulle mit Hauswein, eine Pulle Wodka, Räucherkäse und eine Tupperdose voll mit Omas gutem Apfelkuchen.

Wir nehmen den Rückweg über Ungarn, also der Grenzübergang „Tyssa“ in Tschop-Zahony. Die Ukrainer sind perfekt gebügelt, freundlich und total entspannt, eine Viertelstunde oder so, und weiter geht’s Richtung Tyssabrücke. Der Fluß bildet die ukrainisch-ungarische Grenze. Tja. Und da stehen wir dann. Eine Menge Leute reisen heute, am Sonntagmorgen, in die EU ein, und die Ungarn sind sehr gewissenhaft mit ihren Kontrollen. So haben wir in brütender Hitze ausgiebig Gelegenheit, die marode Grenzbrücke zu besichtigen (kurz irritiert von unserer „maximal 3 Tonnen“-Fahrspur. Nein, ich fahre nicht auf die LKW-Spur, um keinen Preis!).

Auf der Tyssa-Brücke haben wir rund 2 Stunden verbracht
Auf der Tyssa-Brücke haben wir rund 2 Stunden verbracht

„EU-Außengrenze von außen und ab nach Budapest“ weiterlesen

Howerla – Rachiw – Uschhorod: Ein Tag auf der Straße

Morgens ziehen die Kühe erstmal in entgegengesetzter Richtung den Berg hinauf. Wir hätten uns ja gerne einen Jeep oder Kamas organisiert, der uns mit auf die für uns unbefahrbaren Anhöhen des Howerla nimmt, aber man muß in Rachiw mangels touristischer Einrichtungen schon wissen, wo man fragt. Deshalb machen wir uns auf den Rückweg.

Die Kühe heute morge in die andere Richtung an uns vorbei. Gab einen kleinen Anschiß vom Hirten, was ich da im Weg rumstehe mit dem Fotoapparat.
Die Kühe heute morgen in die andere Richtung an uns vorbei. Gab einen kleinen Anschiß vom Hirten, was ich da im Weg rumstehe mit dem Fotoapparat.

„Howerla – Rachiw – Uschhorod: Ein Tag auf der Straße“ weiterlesen

Über den Karpatenpaß in die Sonne

Worochta am Morgen: wolkenverhangene Suppe, wenn auch etwas heller als gestern. Wir nutzen alle drei die Duschen des Hostels und zahlen der Wirtin (die nichts verlangt hätte) 60 Hriwnja, das ist der Preis, den eine Person für ein Bett pro Nacht bezahlt hätte. Die Unterkunft dort ist wirklich total süß, sehr rustikal, perfekt für Wandergruppen. Wer etwas mehr Komfort mag, bekommt im Haupthaus auch Zimmer für 200 Hriwnja (20 Euro).

Die schnuckligen Hostelzimmer in Worochta
Die schnuckligen Hostelzimmer in Worochta

„Über den Karpatenpaß in die Sonne“ weiterlesen

Katzencontent, und zurück in die Karpaten

Das Wetter macht uns einen Strich durch die Planungen – die Nacht durch regnet es unaufhörlich auf das Hochdach unseres Pössl, und wir schlafen beinahe bis halb elf, wundern uns selbst über unsere Verpenntheit. Die Luftveränderung tut wahrscheinlich ihr Übriges.

Zum Frühstück besucht uns eine junge, trächtige Katzendame, die sich zunächst sehr vorsichtig unserem Eingang nähert, aber mit etwas Räucherkäse leicht korrumpierbar ist. Zögernd, aber zunehmend zutraulich schnurrt sie sich zuletzt an meiner Schulter fest und bleibt sogar friedlich vor dem Wagen sitzen, als wir den Motor anwerfen.

Was gibt es hier?
Was gibt es hier?

„Katzencontent, und zurück in die Karpaten“ weiterlesen

Ein verregneter Samstag in Galizien

Heute morgen zieht es sich früh zu und sieht nach Regen aus. Wir bleiben erst einmal wo wir sind und bringen ein wenig Ordnung in unser Chaos, erledigen etwas Hausarbeit – wenn man dreimal vom selben Frühstücksteller gegessen hat, ohne ihn richtig zu spülen, wird es langsam mal wieder Zeit. Inzwischen sind wie hier recht etabliert, so hat Roman nachts um eins gehört, wie rumpolternde Besucher zurechtgewiesen wurden: „Ruhe, da drin schlafen Leute!“ – „Was? Wo? Da drin? Wow, was für ein schönes Teil“ … Jaja, unser Pösslchen :-)

Trotz des üsseligen Wetters besuchen uns heute am Samstag insgesamt drei Brautpaare für Fototermine, wenn wir richtig gezählt haben. Die Fotografen sind Profis und haken die diversen Pflichtposen vom Zettel ab. Die armen Bräute in ihren weißen, bodenlangen Kleidern auf dem pfützenübersäten Schotterhof und im Nieselregen taten mir schon etwas leid, aber sie hatten wohl ihren Spaß.

Hochzeitsfotos im galizischen Nieselregen
Hochzeitsfotos im galizischen Nieselregen

„Ein verregneter Samstag in Galizien“ weiterlesen

Im Herzen der Westukraine: Kleine Rundtour in Galizien (Halytsch)

Wie gestern berichtet, waren wir in Halytsch eingetroffen und hatten uns gewundert, daß so gar nichts los ist. Ein paar hundert Meter hinter dem Ortsausgang dann unser wunderbarer Stellplatz an der Kolyba „Tschumazky Schljach“, den wir zum Preis eines Abendessens im Restaurant bekommen. Heute morgen klarer Himmel und ein verpennter Patensohn, wir rumpeln lautstark herum und räumen das Frühstück raus, bauen die Möbel auf und kochen Kaffee. Als wir dann gemütlich sitzen, heißt es plötzlich aus dem Hochdach „warum habt Ihr mich nicht geweckt?“

Wir hatten uns aus der mageren Touristen-„Enzyklopädie“ eine kleine Tour zusammengestellt, auch die Wirtin empfahl uns einiges. Ganz in der Nähe, keine 100 Meter entfernt, befindet sich der Eingang zum Halytsch-Nationalpark, ein relativ junger (um nicht wieder „fuschneu“ zu schreiben) Naturpark von rund 14.000 Hektar, der ein kleines Museum zur Flora und Fauna der Region und ein Wildtier-Rehabilitationszentrum beherbergt. Die Mitarbeiter sind hochengagiert und freuen sich über jeden Besucher, den sie individuell herumführen. Das Museum ist innen wie außen liebevoll ausgestattet, spannender allerdings sind die Außenanlagen, wo man die Pflegetiere besichtigen kann, darunter Füchse, ein Marderhund, ein mit der Flasche aufgezogenes Rehkitz, dessen Mutter von Wilderern erschossen wurde, einige Greifvögel, die u.a. Begegnungen mit Stromleitungen hatten, aus dem Nest geworfene Störche und vieles mehr. Wir fühlten uns ein wenig wie bei Daktari mit ukrainischen Rangern.

Bambi-Feeling
Bambi-Feeling.

„Im Herzen der Westukraine: Kleine Rundtour in Galizien (Halytsch)“ weiterlesen

Auf dem Weg ins historische Galizien

Ich muß mir wirklich überlegen, was wir heute alles gesehen haben, der Tag war sonnig und den ganzen Tag mit einem eigenartigen Wind, fast wie der Mistral in der Provence – einerseits angenehm frisch in der Sommersonne, andererseits ermüdet der Wind und die Sonne etwas, wie nach einem langen Tag am Meer.

Lemberg begrüßte uns also auch heute morgen mit blauem Himmel, so daß ich die Jungs zügig aus dem Bett warf und wir schon kurz nach neun auf der Ausfallstraße Richtung Iwano-Frankiwsk waren. Die Strecke ist als Straße dritten Ranges gekennzeichnet, als „regional importance“, nach „internationalen“ und „nationalen“ Straßen. Man merkt es – das Verflixte an diesen Straßen ist nicht der Gesamtzustand, sondern daß einen nach jeder Kurve etwas anderes erwarten kann. Ein paar Kilometer feinster Asphalt, dann wieder weichgekochte Spurrillen und zwischendurch ein tief aufgerissenes Loch im Asphalt. Es klingt jetzt hier schlimmer als es ist, aber man muß sich schon ein wenig konzentrieren. Im Schnitt sind wir gemütliche 60 bis 80 Stundenkilometer gefahren. Das hat den Vorteil, daß man nicht an allem vorbeirauscht, sondern auch mal ganz spontan anhalten oder abbiegen kann.

Überflüssiges Schild ;-)
Überflüssiges Schild ;-)

„Auf dem Weg ins historische Galizien“ weiterlesen