Impressionen vom Caravan Salon 2012

Meine Güte, war der Reisemobil-Parkplatz voll in Düsseldorf – zahlreiche Dickschiffe umringten unser Pösslchen, auf dessen Rücksitz wir heute Jo gepackt hatten, um zu dritt die Messe unsicher zu machen. Herrn Nowak von unserem Dealer Reisemobile Berens haben wir heute nur von weitem gesehen, und so hatten wir viel Zeit, uns die anderen Hallen mit neuen Kastenwagenmodellen,  technischem Zubehör und allerlei Schnickschnack anzusehen.

Erster Stopp war in Halle 15 der Stand von Perestroika-Tours, wo wir ein kurzes Schwätzchen mit Frau Machado-Rettau hielten – Erfahrungsaustausch Womo-Tourismus in der Ukraine. Sie machte uns Hoffnung auf mehr Camping-Infrastruktur in dem Land. Außerdem lernten wir etwas zur optimalen Rasenschnittlänge auf Campingplätzen.

Kleines Schwätzchen bei Perestroika-Tours
Kleines Schwätzchen bei Perestroika-Tours

Weiter gings mäandernd durch die Hallen, vorbei an einer langen Warteschlange, die einem sympathischen Herrn mit Cowboyhut huldigte und um Autogramme anstand. Ich stellte mich neben eine Dame mit Knipse und fragte halblaut „wer ist denn das?“ – dieser Blick! dieser vorwurfsvolle Unterton! „Na, Konny Reimann!!!!!“ Ich so: „ach soo, ja, klar …“ – 10 Schritte weiter dann zu Ray: „who the f*** is Konny Reimann…?“ Wir haben es uns dann noch ergoogelt, scheint eine RTL-Auswanderer-TV-Berühmtheit zu sein (sorry, Konny, aber es gibt tatsächlich noch Leute, die Dich nicht kennen, sei froh ;-)

„Öhm, wer ist das“ – „Konny Reimann!!!!!!!!!“
„Öhm, wer ist das“ – „Konny Reimann!!!!!!!!!“

Wir machten uns zu Notebook-Stahlschränken fürs Pösslchen schlau (gar nicht sooo teuer und sehr nette und kompetente Beratung bei Mobil Safe), und amüsierten uns über die netten Situationen quer durch die Hallen.

Beratung an einigen Ständen technisch auf bestem Stand
Beratung an einigen Ständen technisch auf bestem Stand

Aber dann endlich zur Pössl-Globecar-Kastenwagenhalle, die neuen Modelle besichtigen. Hier war der Teufel los, man kam kaum rein in die Kästen, der Andrang war enorm. Ein paar Blicke konnten wir erhaschen:

Ein Blick in einen neuen Pössl. Mehr war wg. Andrang nicht nicht drin …
Ein Blick in einen neuen Pössl. Mehr war wg. Andrang nicht nicht drin …
Schön: beim 2Win ist das Insektengitter an der Tür jetzt serienmäßig
Schön: beim 2Win ist das Insektengitter an der Tür jetzt serienmäßig

Insgesamt hatten wir aber schon den Eindruck, daß wir uns mit unserer Wahl mit dem 2010er-Summit keinen Fehler gemacht haben. Besonders unser Bad mit der festen Dusche im Korridor gefällt uns doch um einiges besser als die häufigen Varianten mit Duschtasse fest im Bad. Was wir aber auch gerne hätten, ist das Fliegengitter vor der Seitentür, das jetzt (mindestens) beim 2Win wohl serienmäßig ist. Irgendwie kam uns bei diesem Modell auch das Bad deutlich größer (länger) vor, ohne daß wir uns erklären konnten, wo sie an den sechs Metern dann gespart haben. Die 2Win-Vario-Modelle, die wir in der 2010er Ausführung ja auch schon gefahren sind, waren  natürlich mal wieder zum Seufzen schön, aber auch hier glaube ich nach unseren Erfahrungen mit dem Aufstelldach, daß wir das richtige getan haben: Preis, Dieselverbrauch und tatsächliche (seltene) Verwendung des Zusatzbettes und Stauraums vs. das bißl Stehhöhe mehr im Vario … vielleicht im nächsten Leben.

Es wurde uns aber dann wirklich ein wenig zu voll an dem Stand, und wir verzogen uns zur Konkurrenz, mal sehen, was wir bei Berens so alles verpassen ;-). Der Bavaria Camp hatte eine wirklich edle weiße Lackierung, aber was die Herrschaften da mit dem Türrahmen des Bades machten, um zu duschen (?), überzeugte uns nicht wirklich. Außerdem: Knaus Boxstar, Chausson und Karmann und einige mehr boten jetzt nichts weltbewegend Neues mehr – was man eben auf 5,5 bis 6,5 Metern so in einen Kastenwagen unterbringt. Angeblich soll es ja noch eine neue Marke namens „Clever Mobil“ geben, aber die ist wohl unter unserem Radar durchgeflutscht.

Sowas will ich auch in unserem Schlafzimmer!
Sowas will ich auch in unserem Schlafzimmer!
Fehlt nur noch Jo und ein paar Boule-Kugeln in dieser Fronkreisch-Idylle.
Wo ist Jo, wenn man ihn mal in einer Kulisse braucht? 

Zwischendurch immer mal wieder ein Brötchen mümmeln, um bei Kräften zu bleiben, und auch einen Blick auf die Dickschiffe von Carthago, Morelo und Concorde geworfen. Ganz kurz blaß wurde ich bei dem neuen 3,5-Tonner von Carthago, dessen fahrbereite Masse bei ganz knapp über 3 Tonnen liegt. Wie machen die das? (vielleicht sollten wir mit Pösslchen mal auf die Carthago-Waage ;-)

Noch immer ratlos sind wir in Sachen Fahrradträger. Hier schwanken wir zwischen einem Modell von Euro Carry, made in Germany, das fix an der Tür befestigt wird. Sieht schon stabiler aus als auf den Fotos, die ich gesehen habe, und hängt auch nicht oben am Türrahmen, wie befürchtet. Nachteil: fix befestigt, nicht abnehmbar – das macht den Wagen nochmal 20 Zentimeter länger, was unsere Parkprobleme in Köln massiv verschärft. Und die Sache mit den Fähren, die ab sechs Meter teuer werden, darf man auch nicht vergessen.

Ein Prototyp von AL-Ko/Sawiko hat uns gut gefallen, sitzt auf der Kupplung und läßt sich vollständig nach hinten abklappen, so daß man die Türen aufkriegt. Und: läßt sich auf ein Drittel Breite zusammenklappen, damit paßt es in den Kofferraum und kann sehr leicht abgenommen werden. Gibt es ab nächstem Frühjahr (leider vergessen zu fotografieren). Das bekannte Kupplungsträgermodell von Atera Strada hätten wir uns gerne angesehen, aber die waren nicht auffindbar. Aber ist das mit der Kupplung wirklich optimal? Ist die Kupplung die einzige Befestigungsstelle? Kann das halten? Vorteil natürlich die einfache Abnehmbarkeit. Wir bleiben hin- und hergerissen und legen schonmal etwas Geld zurück.

P.S.: Wer es noch nicht gemerkt hat: ich glaube, unser Womo „das ganz bestimmt keinen Namen kriegt“ wird jetzt endgültig als „Pösslchen“ in die Annalen dieses Blogs eingehen …

Ein Kommentar

  1. Schöner Bericht von diesejährigen Caraven Salon
    also mal von hinten aufgerollt:
    – ich finde jedes Auto muß einen Namen haben, erst recht ein Womo. Unserer Emma entlockt man (zumindest eingebildet) immer ein Lächeln wenn man sie anspricht, oder ihr beim Mucken mit dem Schrottplatz droht.
    – schade…die ente habe ich gar nicht mitbekommen. Hätte ich mir als alter Entenfan gern angesehen.
    – ich habe überlegt, ob man dem Reise Blog nicht eine neue Kategorie verpassen könnte um Womo-Gimmiks von der Messe oder aus dem Netz zu präsentieren. Die Reisemobilwelt ist bunt und verrückt genug, dass sich das lohnen könnte.

    Lieben Gruß
    Jo

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