Gemütlich durch die Maremma: Etrusker, Katzen und Dackel.

Tag 14 Toskana mit dem Wohnmobil, Tag 14 (Pitigliano – Sovana – Saturnia)

Pitigliano am Morgen: ein Traum, und man muß auch nicht ganz so früh raus. Wir nahmen uns noch einmal etwas Zeit, um das Städtchen am Vormittag zu erkunden, auch das alte jüdische Viertel, zu einem großen Teil in den Tuff geschlagen, zu besichtigen. Koschere Weinkeller, Schlachterei, Färberei, Synagoge, ein kleines Ghetto. Auch morgens war Pitigliano übrigens noch angenehm „einheimisch“.

Wir konnten überhaupt nicht aufhören zu fotografieren.
Wir konnten überhaupt nicht aufhören zu fotografieren.

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An Umbrien kratzen.

An Umbrien kratzen.

Toskana mit dem Wohnmobil, Tag 13/14 (Pienza – Montichiello – Sant‘ Antimo; Monte Amiata – Pitigliano)

Liebe Güte, was haben wir in zwei Tagen wieder alles gesehen. Dabei lassen wir es doch sooo ruhig angehen! Unsere letzte Nacht bei „Il Treccolo“ hatte mal wieder gut durchgeregnet, und den einzigen anderen Gast des Platzes, ein tschechisches Paar mit einem T5, mußten wir mit vereinten Kräften (vor dem Frühstück! Noch im Schlafgewand! No Photos!) erst einmal aus dem Schlamm schieben. Die verwüstete Parzelle braucht jetzt wohl erst einmal etwas Zuwendung …

Wir hatten für gestern Pienza und das benachbarte Dörfchen Montichiello im Programm, bevor wir noch einmal zur Abtei Sant‘ Antimo wollen, wo man ja auch schön mit Blick auf die Abtei übernachten kann. Nach drei Tagen Campingplatz waren wir wieder in Stimmung für schön gelegene Parkplätze.

Tür II
Tür I

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In Caso di Nebbio … ein nebliger Tag im Val d’Orcia

In Caso di Nebbio … ein nebliger Tag im Val d’Orcia

Toskana mit dem Wohnmobil, Tag 11 (Montepulciano – Chianciano Terme)

Die Nacht über trommelte der Regen aufs Pösslchen und unser grasbewachsener Stellplatz hatte wieder mit den Wassermassen zu kämpfen. Wir überlegten, eine der Thermalbäder in der Umgebung aufzusuchen, um einen regnerischen Tag zu genießen. Rapolano schien überteuert und wenig attraktiv, also Richtung Chianciano Terme, wo es immerhin auch „Sauna finlandese“ im Programm gab. Bei evtl. besserem Wetter wollten wir dann auch Montepulciano ansehen.

Nebeltour
Nebeltour

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Siena am Sonntagmorgen, weiter Richtung Crete

Siena am Sonntagmorgen, weiter Richtung Crete

Toskana mit dem Wohnmobil, Tag 9 (Siena – Crete)

Die Nacht auf dem unsäglichen „Busparkplatz“ in Siena war erstaunlich ruhig, wenn wir auch zum ersten Mal das Bedürfnis hatten, unseren „Knackerschreck“, eine Stange zwischen den vorderen Türen, die das Öffnen verhindern und vor allem optisch abschrecken soll, nächtens zu installieren.

Der unsägliche Stellplatz. Die Gemütlichkeit läßt sich kaum steigern …
Der unsägliche Stellplatz. Die Gemütlichkeit läßt sich kaum steigern …

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Der Himmel reißt auf: nach Siena

Der Himmel reißt auf: nach Siena

Toskana mit dem Wohnmobil, Tag 7/8 (Colle di Val d’Elsa, Collalto – Siena)

Bei Patrone Giovanni auf dem Weingut Casale setzte so langsam die Erholung ein. Wenig bis gar kein Internet, und Ray blieb trotzdem entspannt, ein gutes Zeichen. Ein kleiner Ausflug nach Colle di Val d’Elsa, ein im Vergleich zu San Gimignano höchst angenehm verschlafenes kleines Nest, in dem noch Schulbusse durch die engen Gassen fahren und es noch Parkplätze und ganz normale Geschäfte, in der Mittagspause obligatorisch geschlossen, gibt. Sehr zu empfehlen für einen entspannten kleinen Spaziergang.

Dekadenz.
Dekadenz.

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Blutige Gemetzel, Geschlechtertürme und Geheimtipps

Blutige Gemetzel, Geschlechtertürme und Geheimtipps

Toskana mit dem Wohnmobil, Tag 5 6 (Certaldo – San Gimignano – Colle di Val d’Elsa)

Nein, in der Toskana gibt es keine Mücken. Wo sollen die auch herkommen? Keine stehenden Gewässer, immer ein leichter Wind, so heiß ist es auch noch nicht – aua! In Certaldo kannten die Biester leider unser Mantra nicht, und in den Morgenstunden gab es ein Gemetzel, das an das Florida-Abenteuer zwar nicht herankam, aber die blutigen Flecken im Pösslchen hatten für mich schon etwas von einem Déja-Vu.

Von Castelsangimignano aus gesehen – das ist eine Mittagspausen-Aussicht, oder?
Blick von Castelsangimignano aus – das ist eine Mittagspausen-Aussicht, oder?

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Raus aus Florenz, rein in die wahre Toskana.

Toskana mit dem Wohnmobil, Tag 5 (Florenz-Certaldo)

Jetzt aber raus aus Florenz, so schön es war, aber Erholung war das noch nicht. Entsprechend nervös war das Rauskommen und Einfädeln Richtung St. Gimignano, das wir uns als grobes nächstes Ziel gesetzt hatten. Irgendwie sind wir dann doch im Chianti gelandet, wo wir eigentlich gar nicht hin wollten … aber immerhin lag ein Supermarkt auf dem Weg, wo wir uns für die nächsten Tage mit Frischgemüse und Wein eindeckten. Großartig: Salsa a la Nonna, feiner Brotbelag, perfekt mit einem frischen Ciabatta (eigentlich heißt das Brot hier einfach nur Brot).

Einer von vielen Panoramablicken
Ein erster von vielen Panoramablicken

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Florenz ohne Uffizien, Campanile und Domkuppel …

Toskana mit dem Wohnmobil, Tag 4 (Florenz)

Wir haben uns für heute etwas Individuelleres ausgesucht, nach der täglichen Bustour zum San Marco zieht es uns zunächst in die Bibliotheka Laurentiana, eine von Michelangelo entworfene Bibliothek der Medici, die sich an die Kirche San Lorenzo anschließt. Klang nach hundert Metern alter geschnitzter Bücherregale, uralten Folianten und einem spannenden „Book Porn“-Fotomotiv (auf deutsch: Sabbern für Bibliophile, einmal eine schöne alte Bibliothek fotografieren). Geschnitzte Bücherregale gab’s zwar, wenn sie auch anders als erwartet aussahen, aber die Bücher waren alle weg. Dafür gab es eine schöne Ausstellung alter persisch-arabischer Handschriften, die die hiesigen gelehrten Reisenden schon um 1500 kopiert haben. Kluge Reisende … (Und was  Michelangelo angeht: hier ist es wirklich nichts Besonderes, wenn irgendwas von Michelangelo entworfen ist, das lernen wir auch noch.)

Bibliotheka Laurenziana Medici. Die Kirchenbänke sind eigentlich Bücherregale.
Bibliotheka Laurenziana Medici. Die Kirchenbänke sind eigentlich Bücherregale.

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Vom Versuch, Florenz „ganz ruhig angehen zu lassen“

Toskana mit dem Wohnmobil, Tag 3 (Florenz)

(nicht wundern, warum die Beiträge so zeitverzögert kommen, wir teilen uns hier oben in Fiesole wohl eine Funkzelle mit Tausend Fiesolanern …)

Die zweite Nacht erst – und wir schlafen wie eine Ladung Carrara-Marmor. Ein ruhiger Morgen, bis der Nachbar aus Polen seinen Hymer-Motor anschmeißt und aus unerfindlichen Gründen im Stand 10 Minuten laufen läßt, bis er losfährt. Dann ist er weg und wir setzen Pösslchen auf seinen Platz mit der perfekten Aussicht auf die Abendsonne. Denn wir haben uns entschieden, lieber die Busfahrten nach Florenz in Kauf zu nehmen, als heute schon wieder umzuziehen und den zwar zentralen, aber wohl auch lauten und vollen Campingplatz in Florenz aufzusuchen. Man muß ja nicht alles so machen, wie es im Womo-Führer steht …

In Sichtweite von San Marco, ganz schön mächtig.
In Sichtweite von San Marco, ganz schön mächtig.

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