Reiseanekdoten aus dem motorisierten Ehebett

Ihr habt richtig gelesen: das wird nicht der ersehnte Schottland-Lagebericht von Jo! Er scheint vom Ungeheuer des „Funkloch Ness“ erwischt worden zu sein, deshalb nehme ich die Gelegenheit wahr, Euch einen Gastbeitrag von Beatrice Jung zu präsentieren, die ihr Wohnmobil-Blog zu einem Buch gemacht hat. Vielleicht als Urlaubslektüre oder schon mal als perfektes Weihnachtsgeschenk für mobile Reisende vormerken … Viel Spaß mit den Abenteuern von „Flohnmobil“!

Foto: Flohnmobil
Foto: Flohnmobil

Gastbeitrag von Beatrice Jung

Wir haben einiges gesehen von dieser Welt, mein Mann und ich. Wir bewunderten ein Feuerwerk über den Niagara-Fällen, angelten Lachse in Alaska, bestiegen Maya-Pyramiden in Mexico, hangelten uns den Ayers Rock hoch. Wir waren am südwestlichsten Ende Europas und jenseits des Polarkreises in Norwegen. Egal, wie tropisch, arktisch oder arid es jeweils war, eine Konstante gab es: Unser Campingfahrzeug. Auf allen unseren Reisen karrten wir mit einer Schlafkutsche durch die Gegend. Stets ein sicherer Hafen mit dem eigenen Bett, Heizung, Kochgelegenheit, Toilette und weiteren Annehmlichkeiten. War es anfänglich noch ein VW-Bus, haben wir uns kontinuierlich gesteigert und sind längst bei einem ausgewachsenen, wenn auch kompakten Wohnmobil angelangt. „Reiseanekdoten aus dem motorisierten Ehebett“ weiterlesen

Schottland-Whisky-Tour: Jetzt geht’s los!

Männertour mit dem Wohmobil nach Schottland (Abfahrt!)

Jetzt geht’s los! Jo klingelte mich um acht Uhr beim Zähneputzen an: „gleich geht’s los, wann seid Ihr da?“ – und Ray und ich packten die Kamera ein und verabschiedeten die drei Helden aus Köln-Ehrenfeld (Notiz für mich: Videosessions vor dem ersten Kaffee in Zukunft vermeiden)

„Noch können wir uns gut leiden …“
„Noch können wir uns gut leiden …“

„Schottland-Whisky-Tour: Jetzt geht’s los!“ weiterlesen

Letzter Toskana-Tag in Lucca und Umgebung

Letzter Toskana-Tag in Lucca und Umgebung

Toskana mit dem Wohnmobil, Tag 20 (Lucca – Ponte della Maddalena)

Wir waren uns heute morgen noch etwas unschlüssig, wie wir unseren letzten Tag in der Toskana verbringen sollten: eine Radtour um die Altstadt, auf der als Grünanlage vollständig erhaltenen Stadtmauer? Oder eine Tour nach Norden, zu der Ponte della Maddalena, auch als „Teufelsbrücke“ und Wahrzeichen der Garfagnena bekannt, dann dort auf gutes Abendlicht warten, in der Nähe übernachten und morgen weiter Richtung Autobahn? Die Teufelsbrücke liegt nur 25 Kilometer nördlich von Lucca, also machten wir uns heute morgen einfach mal auf.

Ponte della Maddalena
Ponte della Maddalena

„Letzter Toskana-Tag in Lucca und Umgebung“ weiterlesen

Finale bei strahlend blauem Himmel in Lucca

Toskana mit dem Wohnmobil, Tag 19 (Lucca)

Wir verlassen Volterra nur ungern nach Norden über die kleine „Strada Provinciale Volterrana“, die uns noch einmal entlang der „Balze“, den Tuff-Erosionen führt. Als beinahe letzten Stopp vor dem Heimweg haben wir einen Kurzbesuch von Lucca ausgeguckt, das nur 75 Kilometer entfernt liegt. Dennoch ist die Strecke anstrengend, ziemlich viele Schlaglöcher und ein Gegenverkehr, der sich ständig auf unserer Straßenseite mogelt.

In Lucca leitet uns die OSM-Navi wieder über einen „inoffziellen“ Weg zum offiziellen Stellplatz, der aber von Süden hervorragend und sehr einfach zu erreichen ist und tatsächlich nur ein paar hundert Meter vom Porta S. Anna, einem der Altstadttore, entfernt liegt.

Stellplatz „Viale Luporine“ in Lucca - 10 Euro die Nacht.
Stellplatz „Viale Luporine“ in Lucca – 10 Euro die Nacht. Letztlich auch „nur“ ein Parkplatz an einer Ausfallstraße, aber nicht unnett.

„Finale bei strahlend blauem Himmel in Lucca“ weiterlesen

Semifinale in Volterra

Toskana mit dem Wohnmobil, Tag 18 (Volterra)

Bei Sonnenaufgang über „le Balze“, den Tufferosionen vor der Stadt.
Bei Sonnenaufgang über „le Balze“, den Tufferosionen vor der Stadt.

Volterra: ein zentrumsnaher, schnuckliger Campingplatz zu vernünftigen Preisen, ein Sonnenaufgang um 5:50 wie aus dem Bilderbuch, blauer Himmel, eine Altstadt voller Geschichte und Kultur, die aber noch nicht zu einem überfüllten Freilichtmuseum verkommen ist, leckere Pizza, und (außer dem ganzen Alabasterkitsch) die geschmackvollsten Souvenirs bisher. Und Geschäfte, in denen man tatsächlich nur mit Italienisch weiterkommt und nicht gleich auf Englisch angesprochen wird. Und, und, und. Die Stadt hat es uns wirklich angetan.
„Semifinale in Volterra“ weiterlesen

Apokalypse now! Kurvenfahrt im Dauerregen durch das toskanische Erzgebirge

Toskana mit dem Wohnmobil, Tag 17 (San Galgano – Larderello – Volterra)

Der Morgen an der Ruinen-Abtei wollte nicht so recht. Bedeckter Himmel, von gutem Ostlicht konnte keine Rede sein, aber wir unterbrachen um 9 Uhr unser Frühstück, um die Abtei von innen ganz für uns zu haben. Überhaupt nicht das Licht, das ich mir gewünscht hatte, aber trotzdem umwerfend. Offenbar hat man in den 60ern die Ruinen noch einmal etwas gepimpt, aber im Wesentlichen steht das hier, wie es um 1600 aufgegeben wurde. Und kein Mensch außer uns drin.

San Galgano - Bick nach Osten.
San Galgano – Bick nach Osten.

„Apokalypse now! Kurvenfahrt im Dauerregen durch das toskanische Erzgebirge“ weiterlesen

Vom Meer auf den Berg, und zurück ins Landesinnere

Toskana mit dem Wohnmobil, Tag 16 (Monte Argentario – Monticiano – San Galgano)

Ray hat mich überzeugt: wenn zwei Reiseführer und Wikipedia einhellig der Meinung sind, daß man die Insel nicht vollständig mit dem Fahrzeug umrunden kann, weil 10 Kilometer unausgebaute Schlaglochpiste sind, muß Elke das nicht persönlich überprüfen. Wir einigen uns stattdessen auf den Berggipfel von Monte Argentario, dessen Auffahrt serpentinig, schmal und zum Schluß auch holprig genug fürs Pösslchen ist. Aber es lohnt sich! 637 Meter klingen nicht hoch, aber wir kommen ja direkt vom Meeresspiegel. Oben stehen zahlreiche Sendemasten und Richtfunkantennen. Vermutlich alles Spionage. Die drei Arbeiter, die uns am Sonntagmorgen auf dem Aussichtspunkt kurz ansprechen, sind bestimmt auch nur Tarnung.

Blick von halber Höhe auf die Landbrücken.
Blick von halber Höhe auf die Landbrücken.

„Vom Meer auf den Berg, und zurück ins Landesinnere“ weiterlesen

Von den Schwefeldämpfen zum Mittelmeer

Toskana mit dem Wohnmobil, Tag 15 (Saturnia – Monte Argentario)

Saturnia begrüßt uns mit dem schon bekannten morgendlichen Nieselregen und bedecktem Himmel. Wir haben abends schon entschieden, daß wir hier nicht bleiben wollen – Akkus aufladen, Dusche und Entsorgung – 16 Euro, einmal kostenlos Schwefelluft an den Thermen schnuppern, und dann weiter Richtung Meer.

Ausschnitt des Stellplatzes in Saturnia: eine gute Lösung, in Laufweite zur Therme, aber nix für uns.
Ausschnitt des Stellplatzes in Saturnia: eine gute Lösung, in erträglicher Laufweite zur Therme und mit kostenlosem Shuttlebus, aber nix für uns.

„Von den Schwefeldämpfen zum Mittelmeer“ weiterlesen