Von Görlitz über Königshain und den „Schlucknauer Zipfel“ nach Pirna

Wow, blauer Himmel beim Aufwachen in Görlitz! Das wettertechnisch Schlimmste haben wir wohl hinter uns, und wir ziehen gleich los, um etwas naturnäher als auf dem Stellplatz Rosenhof zu frühstücken (obwohl das hier schon sehr nett ist). In der Nähe noch ein paar Brötchen geholt, und ab in die Königshainer Berge etwa 10 Kilometer von Görlitz. Frühstück im Grünen und in der Sonne. Gleich um die Ecke in Königshain starten wir unsere Wanderung, um nach der ganzen Kultur ein wenig mehr frische Luft zu bekommen. Der Hochstein ist die zweithöchste Erhebung der Gegend, und hier hat es wieder einige mit Wasser gefüllte Löcher im Wald, diesmal älteres Terraforming, von alten Steinbrüchen verursachte Waldseen. Schönes klares Wasser, leider ist es nicht so heiß, daß man direkt reinspringen würde.

Wohnmobil-Stellplatz Rosenhof in Görlitz
Wohnmobil-Stellplatz Rosenhof in Görlitz

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Ein regnerischer Tag voller Kultur in Görlitz

Nieselregen. Wir entscheiden, eine zweite Nacht in Görlitz zu bleiben und uns heute in aller Ruhe die Teile der Stadt anzusehen, die nicht zwingend einen blauen Himmel erfordern. Ein Fußmarsch vom Rosenhof in die Altstadt, am „Männertag“, wie man hier zum Vatertag sagt. Entgegen kommen uns schwankende Jungmänner, teils in Schottenröcken, teils in Shorts, mit Musikboxen auf Bollerwagen und quer über die Fahrbahnen Fußball spielend, dabei gelegentlich auf der Fresse landend.

Bahnhofshalle Görlitz
Bahnhofshalle Görlitz

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Braunkohle, Regen, Westpolen

Der Regen regnet, in Meißen hat’s die Straßen ausgehebelt, eine Bundesstraße war wegen Erdrutschen gesperrt, alle Flüsse in Sachsen außer der Elbe hatten Hochwasserwarnung. Da geht’s uns hier noch sehr gut, aber von einer Radtour um die Seenlandschaft, die wir gestern noch in Betracht zogen, sind wir weit entfernt. Ich habe die grandiose Idee, von Cottbus aus die Autobahn nach Polen zu nehmen und dann gemütlich „von hinten“  durch Westpolen nach Görlitz runterzupendeln. Da es hier am See keine Brötchen ums Eck gibt, werden die zwei kleinen Überbleibsel von gestern zu Frühstück Version 0.5 und wir wollen irgendwo unterwegs einkaufen für den Feiertag und richtig frühstücken. Nun ja, Pläne und so.

Auf der Strecke nach Cottbus schauen wir natürlich in die großen Löcher rein, die noch nicht mit Wasser verfüllt sind, so ganz tot ist der Braunkohle-Tagebau hier nämlich noch nicht. Nicht so tief wie in Garzweiler, und von Vattenfall mit gefühlt etwas breiterer Brust präsentiert („Lausitz, eine Region voller Energie“) als man es sich bei uns erlauben würde, wenn man ganze Dörfer und Landschaften verschlingt. Vielleicht bilde ich mir das aber auch nur ein.

Aussichtspunkt Welzow-Süd
Aussichtspunkt Welzow-Süd

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Old Shatterhand, gotische Altäre und Terraforming-Visionen

Eieieieiei. Die Sache mit dem „wir haben ja eine ganze Woche für die Lausitz“ ist für diese Gegend einfach utopisch. Wie so oft ist die Region wesentlich spannender und größer, als man vorher denkt, und wir bleiben länger an einzelnen Orten hängen, als wir erwarteten. Im Grunde sollten wir das in unserem Alter langsam auch mal kapiert haben. Manchmal freue ich mich auf die Rente, wenn wir uns endlich mehr Zeit nehmen können. Wenn das hier alles nicht so weit weg von Köln wäre!

Wohnmobil-Stellplatz Radebeul am Wohnmobilstellplatz am Wassersportzentrum Radebeul, im Ortsteil Kötzschenbroda direkt an der Elbe.
Wohnmobil-Stellplatz Radebeul am Wohnmobilstellplatz am Wassersportzentrum Radebeul, im Ortsteil Kötzschenbroda direkt an der Elbe.

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Mit Pösslchen in den Wilden (?) Osten

Von zwei geplanten Wochen Frühjahrsurlaub ist eine gemeinsame Woche übriggeblieben. Schon seit längerem liebäugeln wir mit dem „Osten“ Deutschlands, genauer dem Südosten – Ray denkt an Spreewald (natürlich überhaupt nicht wegen der Gurken, die er so liebt), ich denke an Lausitz. Und natürlich überhaupt nicht, weil der Mitarbeiter von Cowan in Guben uns auf der letzten Messe so überaus liebenswert seine Heimat schmackhaft gemacht hat und unsere hellen Sitzbezüge solchen Krümelfänger sind. Eigentlich, weil wir – wie so oft – peinlich wenig von der Gegend kennen und es so schön sein soll. Also auf in den Osten! „Mit Pösslchen in den Wilden (?) Osten“ weiterlesen