Zurück ins Land der Belfriede und Ch’tis

Ganze 9 Tage gibt unser Weihnachtsurlaub her, und wenn der Chef den Laden bis schon 5. Januar zwangsweise schließt, muß man ja einfach Pösslchen ausfahren (der ist auch schon ganz zappelig, ein Übernachtungsausflug Anfang der Woche an die Ahr hat ihm definitiv nicht gereicht)!

Unsere Ostertour 2014  hat uns nicht losgelassen, dieser nördlichste Zipfel von Frankreich – Le Nord/Pas-de-Calais – zieht uns weiterhin magisch an. Nach den Ostererfahrungen von 2013 und 2014 haben wir aber diesmal etwas vorgeplant, denn nach Oktober und vor Mai in Frankreich einen geöffneten Campingplatz zu finden, ist durchaus ambitioniert. Wir haben einen einzigen an der Küste gefunden, dazu einige Stellplätze im Binnenland mit Strom. Natürlich sollte Pösslchen auch eine Nacht „ohne alles“ aushalten, aber je nach Kältegrad geben ein paar sichere Plätze, stabiler Landstrom und gelegentlich eine zuverlässige heißer Dusche schon ein gutes Gefühl.

Auf dem Weg zur Opalküste liegen spannende Zwischenstopps, und wir lassen es am heutigen zweiten Weihnachtstag ruhig angehen. Südlich von Lille entscheiden wir uns wegen des relativ sonnigen Wetters zunächst für die Übernachtung in Arras, das architektonisch einiges zu bieten hat. Der städtische Stellplatz ist gut zu finden und mit seinen sieben Plätzen typisch unromantisch, hat aber Wasser und zwei (!) Stromanschlüsse zu bieten. Für diese muß man im Office du Tourisme Jetons zu je zwei Euro kaufen. Das Zentrum mit Belfried und Tourist Info liegt jedoch grade mal einen knappen Kilometer weit weg, und wir genießen mit dem Jetonkauf noch den örtlichen Weihnachtsmarkt, der den Grande Place noch bis 30. Dezember „schmückt“. Mit der Dunkelheit geben die erleuchteten Häuser aber richtig was her, auch wenn ich eher einen winterlich-leeren Riesenplatz mit den historischen Häuserfronten vor Augen hatte. Am zweiten Weihnachtstag hält sich der Trubel in erträglichen Grenzen, und die Temperaturen sind deutlich über Null.

Die Franzosen wieder. Mit den kleinen Törtchen haben sie es ja wirklich.
Die Franzosen wieder. Mit den kleinen Törtchen haben sie es ja wirklich.

Eher unser Ding.
Eher unser Ding.
Zuerst habe ich „Place des Heteros“ gelesen …
Zuerst hatte ich „Place des Hétéros“ gelesen …
Mit zunehmender Dunkelheit wird der Kirmestrubel auch erträglicher.
Mit zunehmender Dunkelheit wird der Kirmestrubel auch erträglicher.
Deshalb sind wir eigentlich hier: Großartige Häuserfronten rund um den Grand Place.
Deshalb sind wir eigentlich hier: Großartige Häuserfronten rund um den Grand Place.
Das müssen wir dafür eben ertragen. Allerliebst.
Das müssen wir dafür eben auch ertragen. Allerliebst.
Bonne nuit!
Bonne nuit!

In unmittelbarer Nähe des Stellplatzes ein kleiner Carrefour, den wir noch kurz fürs Frühstück heimsuchen (hallo Maria!), und dann gibt’s im Pösslchen ein richtiges kleines Weihnachtsessen: Klöße mit Rotkohl und Reste vom Heiligabend-Schweinefilet. Bon appetit!

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