Die andere Seite des Vaucluse-Sommers

Gordes – Abbaye St. Hilaire – Oppède le Vieux

Geduscht, geschwommen, Libellen fotografiert, Blick auf die von den letzten Sonnenstrahlen beleuchteten Felsen über der Quelle von Fontaine-de-Vaucluse. Die Zikaden legen sich langsam zur Ruhe, der Fluß rauscht … alles ist gut, wir sind wieder „daheim“.

Der Tag war gut: Gordes weckt uns mit seinem Markttag, und wir gondeln in den Morgenstunden noch ein wenig durch das Dorf. Markt ist natürlich einerseits immer schön, andererseits: kennst du einen, kennst du alle. Wir erkennen die Händler von Sonntag aus Isle-sur-la-Sorgue wieder. Trotzdem können wir natürlich nicht ohne größere Ausgaben in Sachen Käse und Schinken den Ort verlassen.

Schön sind sie ja …
Schön sind sie ja, die Märkte …

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Sommer, Ihr wolltet doch richtigen Sommer … ?

Über Venasque zur Abbaye de Senanque und nach Gordes.

Es ist heiß. Richtig heiß. Was hat uns nur auf die Idee gebracht, ausgerechnet an den heißesten Tagen unsere kleine Rundfahrt mit zwei „aushäusigen“ Übernachtungen einzuplanen? Aber gut, mit leicht schlaffem Käsevorrat aufgrund unseres schwächelnden, innen lauwarmen Absorber-Kühlschranks wenden wir uns erst in Richtung Carpentras, weil es dort einen Dometic-Service gibt und wir nicht wissen, ob der Kühli wieder auf die Beine kommt. Auf dem Weg dorthin versorgen wir uns in einem Intermarché noch mit einer Kühltasche und drei Paketen Eis, als Notreserve. Und, als ob er sich dadurch beleidigt fühlt, plötzlich kühlt der Dometic wieder vorsichtig runter. Also drehen wir ab und fahren über Venasque über das Vaucluse-Plateau in Richtung Abbaye de Sénanque und Gordes. Eine gute Entscheidung, denn Venasque ist ein richtig angenehmes, ruhiges Dorf hoch auf einem Felsen, mit einer uralten Kirche und phantastischem Blick auf den Mont Ventoux. Und es ist ein „Village des Cérises“, also Kirschenanbaugebiet, was natürlich Bonuspunkte bei Ray gibt.

Venasque, einer von vielen großartigen Ausblicken an jeder Ecke.
Venasque, einer von vielen großartigen Ausblicken an jeder Ecke.

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Trödelmarkt in Isle-sur-la-Sorgue

Isle-sur-la-Sorgue läßt sich von Fontaine-de-Vaucluse aus wunderbar mit dem Fahrrad erreichen (6 km). Wir nutzen das regelmäßig für Einkäufe, weil sich dort der nächste Supermarkt befindet, aber heute ist der sonntägliche Trödelmarkt in der Stadt, die sowieso voll von Antiquitäten- und Trödelgeschäften ist (neben dem anderen touristischen Lavendel-Geraffel und Gewürz- und Nougat-Leckerlis).

Es ist Sommer (Symbolfoto)
Es ist Sommer (Symbolfoto)

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Wandern auf den Spuren der Krabbeltiere

Für heute haben wir uns einen rund 13 Kilometer langen Rundweg zum Wandern ausgesucht, der in Fontaine-de-Vaucluse startet, grob an Saumane vorbeiführt wieder in Fontaine endet. Der Vorschlag bei Wikiloc, an dem wir uns ganz grob orientieren, ist nach Jean Jeaume benannt – ich vermute, die Person auf dem Wegstein ist der Botaniker, der immerhin in Grasse geboren ist, vielleicht ist es aber auch nur der Bauernhof um die Ecke.

Die Wandertour und auch ein Teil des Pfades war nach Jean Jeaume benannt.
Die Wandertour und auch ein Teil des Pfades war nach Jean Jeaume benannt.

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Die gehobene Womo-Cuisine.

Heute: Lasagne ohne Backofen von Kitchen Stories

Ganz oben auf der Liste unseres Erholungsprogramms steht: Zeit nehmen für gutes Kochen mit frischen Zutaten. Da wir aufgrund des provençalischen Sommerwetters praktisch ausschließlich draußen leben, macht das gemeinsame Kochen noch mehr Spaß – man tritt sich nicht im Pösslchen auf die Füße.

Einige großartige Rezepte habe ich in der Rezepte-App Kitchen Stories  gefunden, die es jetzt auch für Android gibt. Übrigens ein ziemlich cooles, international erfolgreiches Startup: eine kostenlose App ganz ohne Werbung ist nicht selbstverständlich. Und das Product Placement von Kitchen Aid und anderen ist so dezent, daß sich gut in die App einfügt und nicht stört.

Freiluftküche mit Wiegemesser und Schalotten.
Freiluftküche mit Wiegemesser und Schalotten.

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Zeiten die sich ändern, Zeiten, die stehenbleiben

Fontaine-de-Vaucluse, knapp 25 Jahre später

Wir haben uns für mindestens eine Woche in Fontaine-de-Vaucluse auf dem Campingplatz Les Prés einquartiert. Etwas besorgt war ich schon, ob das die richtige Entscheidung war – nicht, weil ich unbedingt wieder jeden Tag woanders ganz toll in der Wildnis oder auf staubigen Parkplätzen freistehen wollte, sondern weil ich vor rund 25 Jahren hier mehrfach in der verträumten Jugendherberge am Ortsausgang meine Urlaube verbracht habe. Was hat sich verändert, was ist geblieben? Hat sich mein Blick verändert? Würde es Ray ebenso gefallen wir mir damals? Und fühle ich mich immer noch so wohl hier?

Die geheimnisvolle Quelle.
Die geheimnisvolle Quelle, sonntags doch recht belagert.

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Provence fast streßfrei mit dem Wohnmobil

Tag 1: Anreise Schengen – Mont Ventoux

Provence. Seit bald 25 Jahren war ich nicht mehr dort, Ray noch nie, und wir haben „nur“ zwei Wochen Sommerurlaub. Also ein gutes Ziel in erreichbarer Nähe. Wir nehmen den Freitagabend gemütlich von Köln bis runter nach Luxemburg, um den Dieseltank nachzufüllen, und nächtigen auf dem Stellplatz in Perl/Schengen, den uns Michael in seinem Reisemobil-Blog ausführlich beschrieben hat. Ergänzend ist anzumerken, daß man statt am Schwimmbad inzwischen auch mit dem Handy bezahlen kann (allerdings sechs Euro statt fünf wie angeschlagen), und der „teilweise Weitblick“ des Platzes, den Michael 2009 hatte, durch eine Neubausiedlung deutlich „teilweiser“ geworden ist. Und es gibt in der Nähe auch noch den Supermarkt, der mit „Re“ anfängt, und mit „we“ aufhört, mit leckeren Brötchen. Abgesehen davon regnete es allerdings in Strömen, der Platz war voll, und wir wollten eigentlich nur schlafen. Dafür paßte es schon.

Der nächste Tag war von den wunderbaren Maut-Autobahnen in Frankreich geprägt. Statt diese Strecke zu nehmen, hätten wir auch (billiger) in Deutschland bis Freiburg runterfahren können und dann erst nach Frankreich, aber das Fahren und auch die Rastplätze sind so entspannt und angenehm – das war uns die rund 40 Euro Mehrkosten wert. Wir kamen relativ zügig und entspannt, nach einem kleinen Abstecher in den Supermarkt usw. gegen 18.00 Uhr am Fuße des Mont Ventoux an und wollten oben übernachten. Die Wetter-App zeigte viele Sonnensymbole an, klarer Himmel, Hauptsache kein Regen! (und Wind, naja, den wird’s hier ja wohl immer geben, Mistral eben, so what?).

Da liegt er friedlich mitten im Land.
Da liegt er friedlich unter blauem Himmel mitten im Land.

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Entlang der Maas in den französischen Ardennen

Vier ganze Tage konnten wir über Fronleichnam rausschlagen, so daß wir uns noch einmal über die Grenzen der Eifel hinauswagten. Wir erinnerten uns an die schnuckelige, aber etwas unterkühlte Maastour in Belgien letztes Jahr Karneval, und wollten unsere Tour dem Fluß entlang nach Süden fortsetzen. Es gibt dort einen kleinen Zipfel Frankreich, der in die belgische Wallonie reinragt und zum Département Champagne-Ardennes gehört. Hier bahnt sich die Maas in zahllosen Mäandern ihren Weg durch die Ardennen.  Der Himmel bläute, das Hoch „Walburga“ brachte den bisher heißesten Tag des Jahres, also nichts wie weg. „Wann fahren morgen wir los?“ – „Na, nach dem Frühstück, oder?“ Entspannung ist die Parole, aber erst mal hinkommen. Belgien überraschte uns mit einem längeren Stau, aber am Nachmittag erreichten wir in brütender Hitze zunächst Givet, in dessen Nähe ein winziges Dorf mit einem Campingplatz liegt. Eigentlich war mir das nur aufgefallen, weil es dort einen „Roche aux Chats“, also irgendwas Geologisches namens „Katzenfelsen“ geben soll.

Campingplatz Jamonette in Foisches.
Campingplatz Jamonette in Foisches.  Ein Platz kostet 92 Cent die Nacht, pro Person 2,47 Euro, Pösslchen 3,75 Euro, und ans EDF gehen 2,52 Euro. Macht sage und schreibe 12,13 Euro pro Nacht inkl. Warmwasser, Dusche und was man so braucht. Außer Baguettes.

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