Das ist doch erst der Anfang…!? Pösslchens einsamer Sommer 2016

Das ist doch erst der Anfang…!? Pösslchens einsamer Sommer 2016

Prolog

Es gibt ja diese Blogs, die sich zunächst immer entschuldigen müssen, dass sie so lange nichts geschrieben haben. Das machen wir nicht, weil wir eine Geschichte zu erzählen haben, die erst heute zu einem guten Ende gekommen ist – vorher war uns einfach nicht danach, denn wir gingen auf dem Zahnfleisch. Aber der Reihe nach …

Trotz beinahe sieben Jahren Kastenwagenerfahrung und vier mit dem eigenen Pösslchen fühlen wir uns in vielerlei Hinsicht immer noch als Anfänger. Sollen wir den anstrengenden, aber landschaftlich superschönen Splügen-Pass fahren oder doch lieber durch den Tunnel?  Verdammt, warum hat uns keiner gesagt, dass die letzte Tanke in Konstanz vor der Schweizer Grenze fast 20 Cent mehr den Liter nimmt als 10 Kilometer vorher? Dennoch können wir uns inzwischen ein Leben ohne unser Pösslchen nicht mehr vorstellen.

Leider mussten wir uns das Anfang Juli hinter Bergamo nicht nur vorstellen. Nach einer tollen Passfahrt und drei Konferenztagen am Comer See sollte die Reise durch Norditalien losgehen, angefangen mit dem Lago d’Iseo, wo die Christo-Installation „Floating Piers“ für drei Wochen die kunstinteressierten Massen hinzog. Platz in Sulzano war in weiser Voraussicht Wochen vorher reserviert und angezahlt worden. Das Tagesziel lag nur rund 130 Kilometer entfernt. 100 davon hatten wir geschafft, als plötzlich – zum Glück hinter dem langen Tunnel – schwarzer Rauch aus dem Auspuff quoll, den Ray zum Glück sofort sah und die nächste Nothaltebucht ansteuerte. Erster Anruf: Jo, zweiter Anruf: Schutzbriefhotline für den Abschleppdienst. Der Asphalt dampfte in der Mittagssonne, und wir gammelten eine Stunde vor uns hin, bis Pösslchen huckepack genommen wurde.

Wohnmobil abschleppen Italien
Noch haben wir Hoffnung.

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