Dinan – Reise in’s Mittelalter

Der Urlaub in Cap Frehel war leider zu Ende. Am Vormittag war alles gepackt

Bevor wir uns wieder auf den Heimweg machten, sollte Dinan unser letzter Aufenthaltsort sein.

Immer wieder nett sind Aufenthalte in Cafés, die auf der Strecke liegen. Ein großer Café Creme und ein Croissant sind zum Standart geworden. Wenn es im Café selber keine Croissants gibt kann man sich in der Bäckerei nebenan welche besorgen und sie mit rein bringen. Das ist in Frankreich so üblich. Auch hier machten wir das so. Leider muß man zum Rauchen (das gehört zum Kaffe einfach dazu) vor die Tür gehen. Die Franzosen halten sich offenbar an die EU Richtlinien.

man kennt sich, tratscht, trinkt ... nett
nett ... man kennt sich, tratscht, trinkt ...

... und hat einen Wachhund
... und hält sich einen Wachhund

Abenteuer Einkauf:

Was bisher unerwähnt geblieben ist: Es gibt auf jedem Weg ungezählte Intermarches  (Maria bevorzugt „Champion“ Märkte, die haben so schöne Taschen die nicht so knistern, wenn man sie knittert) , Aldis und Lidls. Diese werden ausgiebigst besucht und aufgekauft. Kein Wunder also, dass die Fahrt von der Abfahrt eines Ortes bis zum nächsten Zielort immer einige Stunden dauert. „Dinan – Reise in’s Mittelalter“ weiterlesen

Besuch der Korsarenstadt St. Malo

Nachdem wir den Mont Saint Michel in aller Frühe verlassen hatten, machten wir uns nach dem Frühstück in Richtung Saint Malo auf den Weg. Im dichten Nebel schlichen wir über die Landstraße in’s Landesinnere um über Pontorson die N176 (E401) zu erreichen. Sie sollte uns zur Korsarenstadt führen.

Die Stadt Saint-Malo (bretonisch Sant-Maloù) liegt an der Nordküste der Bretagne im Département Ille-et-Vilaine. Berühmt ist sie wegen ihres historischen Stadtkerns und ihrer Festungsanlagen. Die gesamte Altstadt ist von riesigen Mauern umgeben. Dieser Teil nennt sich „Intra Muros“ (latein = innerhalb der Mauern). Wenn man in Sichtweite der Altstadt ist, weiß man warum hier Piratenfilme gedreht wurden. Blendet man den Rest drumherum aus, würde man sich nicht wundern wenn immer noch Piraten drin hausen würden. Mit Recht ist sie einer der meistbesuchten Touristenorte Frankreichs.

Obwohl Saint Malo bei der Invasion der allierten Truppen 1944 stark zerstört wurde, sieht man es der Stadt nicht an. Sie wurde später nach alten Plänen originalgetreu wiedererichtet. Aufgrund seiner besonderen Historie und der herausragenden Lage sind die Bewohner von St. Malo ein besonders stolzes Völkchen. Ihr Wahlspruch lautet heute noch: „Ni Français, ni Breton, Malouin suis“ (weder Franzose, noch Bretone, Einwohner von Saint-Malo bin ich). Also noch eine Stufe weiter als die sowieso schon leicht separatistisch eingestellten Bretonen. Nenne niemals einen alt eingesessenen Bretonen einfach einen Franzosen, das könnte schnell zu Mißstimmigkeit führen.

Mit ca. 52.000 Einwohnern ist St. Malo keine Großstadt. Man kann sie bequem an einem Tag besichtigen. Die Industriebetriebe befinden sich glücklicherweise alle „extra muros“, also außerhalb der (Stadt-)Mauern, so daß der einmalige mittelalterliche Charme nicht gestört wird.

Zur Einstimmung hier ein Bild aus der Wikipedia, das die Altstadt mit ihren beeindruckenden Mauern als Panorama Foto zeigt. Man kann es auch per Klick als riesiges Panoramabild öffnen (5.680 × 800 Pixel groß).

Vorschaubild Panorama St. Malo
Vorschaubild Panorama St. Malo

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8/80/Saint-Malo_Panorama.png

Vielen Dank an den französischen Fotografen Galagorn, der das Bild frei zur Verfügung stellt.

Sicht auf Saint-Malo bei Ebbe; links das (bei Ebbe mit dem Festland verbundene) Fort National, rechts der Weg zu den Inseln Grand Bé und Petit Bé

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Kurzurlaub bei Cap Fréhel

Nach unseren Touren über Paris, Mont Saint Michel und Saint Malo und der noch vor uns liegenden Besichtigung von Dinan an der Rancemündung (alles innerhalb einer Woche) sollte Cap Frehel der „Urlaubsteil“ auf unserer Reise werden. Hier wollten wir wenigsten zwei ganze Tage vor Ort bleiben. Den Campingplatz, den wir in’s Auge gefaßt hatten, kannten wir schon gut von früheren Besuchen. Er versprach mit seiner schönen Lage in den Dünen direkt am Meer echtes Urlaubsgefühl.

Normalerweise liegt der bevorzugte Platz von Cap Frehel auf unserem Rückweg aus der Bretagne und wir kommen aus dem Westen drauf zu gefahren. Diesmal kamen wir aus der anderen Richtung und fuhren auf einer unbekannten Strasse unbeabsichtigt direkt auf das Cap zu. Auch nicht schlimm, denn es ist allemal sehenswert. Im Oktober holt sich auch kein Kassierer vor dem Parkplatz kalte Füße und so kamen wir finanziell ungeschoren bis zur Spitze.

Der Leuchtturm von Cap Frehel, Baujahr 1950
Der Leuchtturm von Cap Frehel, Baujahr 1950

Küste und Klippen von Cap Frehel
Küste und Klippen von Cap Frehel

Absolut ruhiges Meer, wie glatt gebügelt. Dennoch ein paar Fotos mußten gemacht werden. Einen Kaffee und eine Zigarette an der frischen Luft, dann sollte es weiter gehen zum Camping Municipal. „Kurzurlaub bei Cap Fréhel“ weiterlesen