Auftritt Schmitzkaters, Pösslchens Womo-Katzen

Die letzten Monate war es etwas still um Pösslchen geworden. Einerseits lag das dem unfassbaren Arbeitspensum, das vor dem 25. Mai so jeder Webdeveloper in der EU gehabt haben dürfte, das uns jedoch normalerweise nicht davon abhält, auch mal rauszufahren … einfach irgendwo in der Natur unseren digitalen Job zu machen. Andererseits gab es schon länger geplanten Zuwachs in unserer Ménage à troix: seit Mai sind wir, Pösslchen mitgerechnet, zu fünft!

Die beiden – im folgenden aus Gründen der Privatsphäre Schmitzkaters genannt – hatten die letzten Wochen Stück für Stück uns und unsere Altbauwohnung erobert – und ganz nebenbei Ray und mich zu etwas mehr Ordnung erzogen: Papier und Kleinkram liegt jedenfalls nicht mehr so viel herum und die wirklich wichtigen Sachen sind weggeschlossen.

Heute durften die zwei Kater, die gerade knapp vier Monate alt sind, zum ersten Mal mit Pösslchen in die Eifel. War das eine Aufregung! Eine Stunde ging es runter zum Kronenburger See, wo wir mit einem schönen freien Platz mit viel Gras drumherum belohnt wurden. Trotz Taschentraining und Leckerlis fanden sie das Eingesperrtsein während der Fahrt gar nicht so erquickend und schimpften dauerhaft, aber kurz nach dem Ausstieg war sofort Ruhe und Neugier. Aber als kleine Wohnungs- und Stadtkater kriegten sie erst mal den Natur-Overflow: zuhause jagen sie einen einzelnen Kirschstengel durch die halbe Wohnung und gehen jedem Knacksen der Wohnungstür nach – hier plötzlich Wind und Trillionen von wackelnden Grashalmen. Das muss man erst mal verstehen …

(Der FV-Player und das Video sind lokal und nutzen Deinen lokalen Browserspeicher (local storage) – aber es werden meines Wissens keine Daten irgendwohin übertragen.)

Besonders viel Lust, die Umgebung zu erobern, hatten die beiden dann auch nicht. Kurz die Nase in den Wind, drei Schritte durchs Gras, und zurück ins Warme. Ist aber auch leider ein wenig frisch heute nach den ganzen Unwettern.

Katzen im Womo Tasche
Da steht sie (außer während der Fahrt natürlich) erst mal gut. Zum Fressen muss nach vorne geklettert werden.

Von der praktischen Seite her ist das zunächst mal ein Test, um zu schauen, ob „Katzen im Womo“ für uns überhaupt machbar ist. In Ehrenfeld steht das halbe Viertel bereit, während unserer Abwesenheiten die Katers zu versorgen, aber probieren wollten wir es schon, ob die beiden Bock haben, Womo-Katzen zu werden. Also eine schöne stabile Sturdi-Bag in XXL günstig aus zweiter Hand gekauft, die sie echt mögen, die man mit dem Gurt befestigen kann und mit der wir nicht zum Tierarzt gehen (der praktischerweise in Fußgängerweite liegt, also kein Auto-Tierarzt-Thema). Die XXS-Geschirre, die immer noch ein wenig weit sind, waren überraschenderweise überhaupt kein Problem – die tragen sie, als hätten sie nie was anderes gekannt. Die Schleppleine ist ein billiges Provisorium, da müssen wir mal schauen, was sich bewährt. Da sie noch nicht komplett durchgeimpft und krankenversichert sind, gehen wir erst mal kein Risiko ein. Sie hatten zwar keine Ambitionen, den Platz zu erkunden, was allerdings passiert, wenn ein Hund vorbeikommt oder so, wollten wir lieber nicht ausprobieren.

Die beiden sind ja noch so jung, dass sie neben mehrmaligen Spiel- und Toberunden vor allem viel schlafen (und fressen und kacken). Und sie haben sich schon als sehr verschmust und menschenbezogen erwiesen, insofern schnurrten sie heute ganz normal durchs Pösslchen, nachdem sie einmal kapiert hatten, dass wir ja da sind und dass es etwas zu entdecken gibt. Mal sehen, wie sie die Rückfahrt morgen finden.

Katzen im Wohnmobil
Es gibt ja nur 2 gültige Gründe, die Rollen in der Variante „herunterhängend“ aufzuhängen: Serpentinen mit dem Womo und Katzen. Das mit den Katzen konnte heute schnell widerlegt werden.

Klo und Fressen haben wir vorerst vorne im Fußraum untergebracht, und diese wunderbare Kratzbaumidee setzten wir vor Ort gleich um:

Als es auf dem Platz ruhig und fast dunkel wird, gehen die beiden noch mal auf Grashalmjagd. Ein paar Meter mehr erschließen sie sich dann schon. So wie wir sie kennen, plaudern sie morgen dann mit dem Platzwart.

Gute Nacht, Schmitzkaters.

 

 

Ein Kommentar

  1. das Internet ist deutlich reicher geworden. Noch’n Katzenvideo ;-)
    Aber schön zu sehen, wie sich eure Tiger auf Reise so entwickeln. Gute Fahrt Ihr Fünf.

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