Ornithologischer Regentag auf dem Boot

Gestern war ein eher regnerischen Tag, für den wir am Tag vorher ausgerechnet Tickets für eine zweieinhalbstündige Bootstour zu den Sept îles (die wegen eines Übersetzungsfehlers aus dem Bretonischen eigentlich nur fünf Inseln sind) gebucht hatten. Es ist das älteste Vogelreservat in Frankreich und das einzige, wo  Basstölpel brüten (auch noch die  südlichste europäische, wie Wikipedia mir verriet). Nur eine der Inseln darf man betreten. Da mussten wir jetzt durch, wenn es auch fotografisch eher so mau und meinem Magen eher flau war. Ornithologisch sind wir ja totale Analphabeten, und die ausführlichen Ansagen in französischer Sprache auf dem Boot waren auch nicht soo hilfreich, soviel kann ich aber sagen: es gab eine Menge Vögel zu sehen, weiße und schwarze, und einen Kegelrobbe hat sich auch mal gezeigt.

Muss ein Basstölpel sein. Erkennt man an gelbem Hals und schwarzen Schwanzspitzen.
Muss ein Basstölpel sein. Erkennt man an gelbem Hals und schwarzen Schwanzspitzen.

Basstölpel, wo man nur hinschaute:

Laut Bestimmungsbroschüre eher eine Krähenschabe oder auch „Seekrähe“. Sie ist nicht schwarz, sondern dunkelgrün, hat einen gelben Schnabelwinkel und er sitz immer oben auf dem Felsen, weil er nicht wasserdicht ist und immer wieder trocknen muss.
Laut Bestimmungsbroschüre eine Krähenschabe oder auch „Seekrähe“. Sie ist nicht schwarz, sondern dunkelgrün, hat einen gelben Schnabelwinkel und sitzt immer oben auf dem Felsen, weil sie nicht wasserdicht ist und das Gefieder immer wieder trocknen muss. Dafür kann sie bis zu 3 Minuten tauchen (klar, wenn sie voll Wasser gesogen ist, bleibt sie leichter unten …)
Kegelrobbe.
Bei diesem Anblick wurden alle ganz wuschig auf dem Boot, es gab fast Schlagseite …
Möwe
Und die sind natürlich fast überall.

Heute morgen tat das Wetter dann, als wär nix gewesen und zeigte sich von seiner schönsten bretonischen Seite – windig, leicht wolkig, aber blauer Himmel und Sonne. Wir drehten wir noch eine kleine Runde am Zöllnerpfad, diesmal westlicher – dazu gehört z.B. dieser Steinwürfel, den man auf allen Postkarten findet, und noch mehr himmlische Blicke aufs Felsen und Meer.

Fels von Dé oder einfach „Würfelfelsen“, da weiß schon jeder, was gemeint ist.
Fels von Dé oder einfach „Würfelfelsen“, da weiß schon jeder, was gemeint ist.
Hotel de la Mer et de la Plage Trégastel
Das Hotel hat mal den richtigen Namen. Klar und eindeutig.

Man kann sich wirklich nicht sattsehen, und nur widerwillig zogen wir Richtung Inland weiter – denn wir wollen die drei höchsten Gipfel der Bretagne besteigen – an einem Tag!

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.