Zurück in St. Cado – Ria d’Etel mit dem E-Bike erkunden

Schon beim letzten Mal habe ich es angekündigt: in der Postkartenidylle von Belz, bzw. dem Inseldorf St. Cado und dem anliegenden Campingplatz lässt es sich auch mal länger aushalten und die Gegend dazu erkunden. Nur waren wir damals noch besser zu Fuß :-( … nun ja. Also müssen die Bikes dran glauben. Es gibt zwar eine Karte mit Rad- und Fußrouten rund um die Ria d’Etel, also den Meerbusen, Binnenmeer, Meeresbucht, Küstenfluss, wie auch immer man die Gegend definiert, aber die ist nur wenig kompatibel mit dem Fahrradnavi. So landeten wir teils auf sehr schmalen, verwurzelten Pfaden und konnten gleich mal die „Trekking“-Fähigkeit unserer Trekkingbikes austesten – Resultat: sie machen es gut mit, aber ich muss es trotz meiner bekannten Offroad-Affinität nicht jeden Tag haben, zumindest nicht, bevor ich die Sattelstange gegen eine mit Federung getauscht habe ;-)

Ikonisches Stein-Häuschen auf winziger Insel, vorne ein buntes Boot
Dass das Häuschen im September nie richtig synchron mit der Flut im Licht steht, hatte ich glaube ich schon mal erwähnt?

Die Gegend ist unglaublich. Ob man versucht, sich an der Küste entlangzuschlängeln (der Sentier littoral geht besser zu Fuß) oder quer durch die Örtchen im Hinterland fährt … immer was Neues, immer was anderes. Heute zum Beispiel ging es nach Erdeven, ein eher unspektakuläres Kaff, wo aber ein Markt sein sollte. Der war natürlich schon weg oder nie dagewesen, als wir ankamen, dafür gab’s ein kleines Schild „plage“ – huch? Wir sind doch mitten im Hinterland? Nix da, hier ist alles immer und überall gleichzeitug. Da sich das Wetter wider Erwarten ganz gut hielt, nahmen wir nach einer Portion Galettes die 3 Kilometer zum Strand dann einfach, so dass wir mit spektakulären Wind und Wellen entlang der südlichen Meeresküste belohnt wurden. Die unvermeidlichen Nazi-„Blockhäuser“ aus Beton entlang des „Atlantikwalls“ erinnerten daran, wie lange die Spuren eines Krieges uns noch erhalten bleiben.

Windzerzaust, aber insgesamt trocken und wohlig erschöpft erreichten wir Nachmittags unseren Platz und die Katers in St. Cado. Gerade rechtzeitig, um das Ende einer Ära auf den Nachrichten-Kanälen mitzuerleben. RIP Elizabeth II.

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